DaimlerChrysler: Deutscher Chef bei Freightliner - DER SPIEGEL
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DaimlerChrysler Deutscher Chef bei Freightliner

Nach immer größeren Verlusten muss ein weiterer Amerikaner im DaimlerChrysler-Konzern das Ruder abgeben. James Hebe, Chef der Lastwagen-Sparte Freightliner, wird von Rainer Schmückle, einem deutschen Chef-Controller, ersetzt.
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Washington - Hebe sagte dem "Wall Street Journal", dass er Mittwoch nacht über seine Amtsenthebung informiert worden sei. Nach Darstellung von DaimlerChrysler hat der bisherige Freightliner-Chef selbst seinen Rücktritt eingereicht.

Die Nachfoge von Hebe tritt Rainer Schmückle an. Er war bisher Senior Vice President Controlling der DaimlerChrysler AG und zuvor Finanzvorstand und Vorstandsvorsitzender von Adtranz, dem früheren Geschäftsbereich Bahnsysteme von DaimlerChrysler. Laut einer Mitteilung von DaimlerChrysler ist Schmückle "ein ausgewiesener Turnaround-Experte". Von 1994 bis 1997 war er zudem als Finanzvorstand bei Freightliner tätig.

Ende April hatte DaimlerChrysler mitgeteilt, die gesamte Nutzfahrzeugsparte sei im ersten Quartal 2001 wegen hoher Verluste im US-Geschäft in die roten Zahlen gerutscht. Freightliner leidet unter dem Einbruch des US-Lkw-Marktes um mehr als die Hälfte seit 1999.

Hebe galt bisher als einer der profiliertesten Automanager der USA. Seit seinem Amtsantritt 1992 sorgte er dafür dass Freightliner von einem unbedeutenden US-Unternehmen zum Marktführer bei schweren Lastwagen aufstieg. Mit der Übernahme von Western Star kontrolliert die DaimlerChrysler-Tocher 40 Prozent des amerikanischen Marktes für schwere Trucks der Klasse 8.

Nach dem Rücktritt von Hebe rechnen Branchenkreise damit, dass Unternehmensteile verkauft und weitere Arbeitsplätze gestrichen werden. Im Frühjahr wurden bereits etwa 1000 Stellen in der Freightliner-Produktion abgebaut.

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