DaimlerChrysler Drei Spitzenmanager für Mitsubishi
Stuttgart - Das Vorstandsmitglied Manfred Bischoff werde in das zehnköpfige Gremium als "Non-executive-Mitglied" einziehen, teilte DaimlerChrysler mit. Der ehemalige DASA-Chef wird somit eine Aufsichtsratsfunktion wahrnehmen. Der Deutsche Ulrich Walker und sein US- Kollege Steven Torok rücken als Manager - vergleichbar mit Vorstandsmitgliedern in deutschen Unternehmen - in die Führung von Mitsubishi ein.
DaimlerChrysler-Chef Jürgen Schrempp sagte, dass die abschließenden Verhandlungen mit Mitsubishi plangemäß und in bester Atmosphäre vorangingen. Mit der Ernennung der drei Manager sei eine entscheidende Grundlage für die erfolgreiche Zusammenarbeit geschaffen. Schrempp hatte Mitte Mai erklärt, die Verhandlungen mit den Japanern dürften in zwei bis drei Monaten beendet sein.
Im März hatten Schrempp und sein japanischer Kollege Katsuhiko Kawasoe bekannt gegeben, dass der Stuttgarter Autokonzern mit 34 Prozent beim hochverschuldeten japanischen Autobauer einsteigt und damit die Kontrolle über Mitsubishi erhält. Die Beteiligung kostete 2,1 Milliarden Euro. DaimlerChrysler erhält damit breiten Zugang zum asiatischen Markt, auf dem der Konzern noch nicht stark präsent ist. Zusammen mit Mitsubishi soll ein neuer Kleinwagen entwickelt werden, der die Basis für den viersitzigen smart bilden, aber auch von Mitsubishi auf den Weltmärkten verkauft werden soll.