DaimlerChrysler Eigenes Finanzhaus
Berlin - Das Angebot der Bank werde etwa Tagesgeldkonten, spezielle Sparpläne und auch Investmentfonds umfassen, erklärte Debis-Chef Klaus Mangold am Freitag. Das neue Finanzhaus wird "DaimlerChrysler Bank" heißen.
Die Palette soll durch Angebote entlang der Fahrzeug-Finanzierung abgerundet werden. "Wir positionieren uns damit noch stärker entlang der Auto-Wertschöpfungskette", sagte Mangold. Die Investitionskosten für die Bank bezifferte er auf 20 bis 30 Millionen Euro.
"Wir gehen von einem großen Schub durch das Bankgeschäft aus", sagte Mangold, ohne Zahlen zu nennen. Die DaimlerChrysler Bank werde neben Deutschland auch Niederlassungen in weiteren europäischen Ländern aufbauen.
Eine europäische Lizenz sei mit der deutschen Vollbanklizenz verbunden. Bis die Lizenz von den Behörden genehmigt werde, könne es aber noch einige Monate dauern, sagte Mangold.
Seinen Worten zufolge wird der Sitz der Bank in Stuttgart sein, die internationalen Aktivitäten der Bank würden von Berlin aus gesteuert. Die Bank werde auch eine Kredit- und Kundenkarte anbieten, teilte das Unternehmen weiter mit.
Bei dem Angebot an Investmentfonds werde man mit Partnern aus der Finanzbranche zusammenarbeiten, sagte Mangold ohne Namen zu nennen. Dies habe man beim Debis-Angebot etwa bei Flugzeugfonds auch schon in der Vergangenheit gemacht.
Mangold betonte, der große Kundenstamm des DaimlerChrysler Konzern berge ein große Potenzial. Debis verfüge über sechs Millionen Kunden, Mercedes Benz über neun Millionen und Chrysler über 19 Millionen.
Die Bank trage den Namen von DaimlerChrysler und nicht von Debis aufgrund der größeren Ausstrahlung des Markennamens, sagte Mangold. Die Stuttgarter folgen mit der Bankgründung dem Beispiel anderer Automobilkonzerne wie etwa Volkswagen und Ford.