DaimlerChrysler Einstieg bei Mitsubishi offenbar fast perfekt
Tokio - DaimlerChrysler wolle eng mit Mitsubishi Motors zusammenarbeiten und sich mit 30 Prozent an dem Unternehmen beteiligen. Die Gespräche seien in der Endphase, berichtet die japanische Wirtschaftszeitung "Nihon Keizai Shimbun". Vorige Woche hätten DaimlerChrysler-Vorstandschef Jürgen Schrempp und der Präsident von Mitsubishi, Katsuhiko Kawasoe, in Genf über die Allianz verhandelt. Bis Ende des Monats, so die Zeitung, könnte das Abkommen stehen.
Die beiden Großaktionäre der Mitsubishi Motors, Mitsubishi Heavy Industries und Mitsubishi Corp., hätten gegen eine DaimlerChrysler-Beteiligung nichts einzuwenden, hieß es weiter. Wenn es zu einem erfolgreichen Abschluss kommt, entstünde den Angaben zufolge nach General Motors und Ford der drittgrößte Autokonzern der Welt mit einem Jahresabsatz von sechs Millionen Fahrzeugen.
Beide Unternehmen bezeichneten die Berichte als Spekulationen. Ein Mitsubishi-Sprecher räumte jedoch ein, dass verschiedene Projekte mit anderen Autoherstellern erörtert werden. Mitsubishi ist Japans viertgrößter Autohersteller.
Auch das Massenblatt "Yomiuri Shimbun" berichtete von den Übernahmeplänen. Dabei gehe es im Wesentlichen um die Entwicklung von kleineren Fahrzeugen. Außerdem werde über die Möglichkeit verhandelt, dass Mitsubishi seine Direkteinspritz-Benzinmotoren an DaimlerChrysler liefere. Quellen nannten beide Zeitungen aber nicht.
DaimlerChrysler wurde zuletzt auch wiederholt mit den asiatischen Autobauern Daewoo, Ssangyung, Nissan und Honda in Verbindung gebracht.