DaimlerChrysler: Einstieg bei Mitsubishi offenbar perfekt - DER SPIEGEL
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DaimlerChrysler Einstieg bei Mitsubishi offenbar perfekt

DaimlerChrysler und Mitsubishi sind sich offenbar handelseinig geworden. Der deutsch-amerikanische Konzern übernimmt 33,4 Prozent des japanischen Autoherstellers.
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Tokio - Mitsubishi habe dem Geschäft am Mittwoch bei einer außerordentlichen Vorstandssitzung zugestimmt, berichtet die japanische Nachrichtenagentur "Kyodo News" unter Berufung auf informierte Kreise. Die offizielle Bekanntgabe werde frühestens Ende dieser Woche erfolgen.

Nach einem Bericht der japanischen Finanzzeitung "Nihon Keizai Shimbun" erzielten die Verhandlungsdelegationen der beiden Autobauer bei Gesprächen in Kyoto am vergangenen Sonntag und Montag Fortschritte über Details einer Allianz.

Mitsubishi-Präsident Katsuhiko Kawasoe und DaimlerChrysler-Chef Jürgen Schrempp werden nach Agenturangaben in Kürze ein entsprechendes Memorandum austauschen. Eine formelle Einigung würden beide Konzerne aber wahrscheinlich frühestens im Mai unterzeichnen. Schrempp hatte erst am Dienstag gesagt: "Wenn wir die Chance für weiteres Wachstum in Asien sehen, werden wir sie ergreifen und ich vermute, dass das sehr bald geschehen wird".

Laut dem "Asian Wall Street Journal" (AWSJ) würde die 33,4-Prozent-Beteiligung DaimlerChrysler ein Vetorecht bei Aufsichtsratentscheidungen einräumen. Die finanziellen Details der Vereinbarung seien noch nicht bekannt. Auf Grund des aktuellen Börsenkurses hätte das Mitsubishi-Paket einen momentanen Wert von etwa 1,3 Milliarden Dollar.

Bis zuletzt war die Forderung Mitsubishis strittig, auch in Zukunft keine größere Zahl an Stellen abzubauen, wie "AWSJ" unter Berufung auf informierte Kreise schreibt. DaimlerChrysler verlangt eine Auflösung der Allianz zwischen Mitsubishi und Volvo. Nach Informationen der Tageszeitung "Nihon Keizai" erwägt Mitsubishi den Kauf der sich noch im Besitz von Volvo befindlichen Hälfte des gemeinsamen Joint Venture, das ein Werk in Holland betreibt, um dieses in der Folge vollständig an DaimlerChrysler zu veräußern.

Der Einstieg bei Mitsubishi würde DaimlerChrysler hinter General Motors und Ford mit jährlich 6,5 Millionen verkauften Fahrzeugen zum drittgrößten Auto-Produzenten der Welt machen.