DaimlerChrysler: "Es kann nur einen geben" - DER SPIEGEL
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DaimlerChrysler "Es kann nur einen geben"

Mit dem Abgang seines Kompagnons Robert Eaton hat Jürgen E. Schrempp sein Ziel erreicht. Der DaimlerChrysler-Chef ist Alleinherrscher über den zweitgrößten Automobilkonzern der Welt. Dass sein Co-Chairman freiwillig abgedankt hat, ist zumindest fraglich.
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Stuttgart/Auburn - Der ehemalige Chrysler-Chef Eaton hatte zuletzt durch eine Reihe von Äußerungen das Konzern-Management in Aufruhr versetzt. So kündigte er ohne Not an, dass DaimlerChrysler sich auf das Autogeschäft konzentrieren werde und die Bahntochter Adtranz sowie das Debis Systemhaus und die Elektroniktochter Temic Verkaufskandidaten seien - offenbar ohne Absprache, denn zumindest Debis-Chef Klaus Mangold sah sich veranlasst, die Aussagen seines Konzernchefs zu dementieren.

Dabei war der Abgang Eatons, der am 13. Februar 60 wird, mit der Fusion der beiden Autokonzerne 1998 programmiert. "Es kann mittelfristig nur einen Chef geben - und der heißt Jürgen Schrempp", bekannte Eaton schon bei der Ankündigung des Zusammenschlusses. Jetzt nach der erfolgreichen Zusammenführung der beiden Konzerne, so erklärte er, sei die Zeit gekommen zu gehen. "Die Struktur steht, und die Führung steht", sagte er.

Schrempp, einst als "Rambo" tituliert, lobte dann auch artig seinen Kollegen: "Eaton hat den Grundstein für unseren Erfolg gelegt. Jeder weitere Fortschritt, den wir erzielen, hat seinen Ursprung auch in Bob Eatons Führung und Weitsicht". Die Gründung von DaimlerChrysler sei nicht denkbar ohne sein Engagement. Eatons Wirken sei der Schlüssel des derzeitigen Erfolgs von DaimlerChrysler.

Eaton wird nach eigenen Angaben nicht in den DaimlerChrysler-Aufsichtsrat gehen. Auch zu einem anderen Automobilunternehmen werde er nicht wechseln, sagte er bei einer telefonischen Pressekonferenz. Allenfalls wolle er Teilzeitbeschäftigungen ausüben und möglicherweise in einige Aufsichtsräte eintreten. Er habe sich aber noch keine Gedanken darüber gemacht, was er machen werde. 70 Stunden die Woche habe er zuletzt gearbeitet, so Eaton. Jetzt wolle er mehr jagen, fischen, Golf spielen und sich verstärkt seiner Familie widmen.