DaimlerChrysler: Gemeinsame Sache mit Hyundai - DER SPIEGEL
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DaimlerChrysler Gemeinsame Sache mit Hyundai

Nach dem angekündigten Einstieg bei Mitsubishi will DaimlerChrysler nun auch einen Teil von Hyundai übernehmen. Außerdem wird ein Gebot für den maroden Autokonzern Daewoo vorbereitet. Hier müssen sich die Stuttgarter allerdings mächtiger Konkurrenz stellen.
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Seoul - Der deutsch-amerikanische Autokonzern wird für 428 Millionen Dollar einen Anteil von zehn Prozent am führenden koreanischen Autobauer Hyundai kaufen. Außerdem hat DaimlerChrysler eine Option auf weitere fünf Prozent vereinbart.

Im Rahmen der Allianz wollten beide Unternehmen auch ein unverbindliches Angebot für Hyundais angeschlagenen Konkurrenten Daewoo Motor abgeben. Neben DaimlerChrysler/Hyundai wollten die US-Autokonzerne Ford und General Motors vor dem Fristende am Montag ein Gebot für die Versteigerung des zweitgrößten koreanischen Autoherstellers vorlegen. Bis zum Freitag sollen in einer Vorauswahl ein oder zwei bevorzugte Bieter bestimmt und bis September der Käufer der Autotochter des zusammengebrochenen Daewoo-Konzerns gefunden werden.

"Asien ist ein wichtiger Markt für ein Unternehmen mit dem ehrgeizigen Plan, Marktführer zu sein", sagte das Vorstandsmitglied von DaimlerChrysler, Eckhard Cordes, in Seoul. Die Zusammenarbeit mit Hyundai soll gemäß einer Absichtserklärung auch die Herstellung von Kleinwagen und Nutzfahrzeugen umfassen. Im Nutzfahrzeugbereich wollen beide ein Gemeinschaftsunternehmen zu gleichen Teilen gründen.

DaimlerChrysler war im asiatischen Pkw- und Lkw-Markt eher schwach vertreten. Die im März angekündigte 34-Prozent-Beteiligung an Mitsubishi bezog sich nur auf den Markt für Personenwagen. Die Japaner halten ihrerseits einen Anteil von knapp fünf Prozent an Hyundai. Zusammen mit Mitsubishi wollen DaimlerChrysler und Hyundai künftig gemeinsam "neue, technologisch anspruchsvolle Kleinwagen entwickeln". Die Entwicklung eines einheitlichen Weltautos zum jetzigen Zeitpunkt schloss Cordes jedoch aus.

Im vergangenen Jahr verkaufte Hyundai 1,27 Millionen Fahrzeuge. Zusammen mit der Schwesterfirma Kia produzierte Hyundai 2,1 Millionen Autos für das In- und Ausland. Damit rangierte Hyundai hinter Honda im weltweiten Vergleich auf dem zehnten Platz.