DaimlerChrysler: Gewinn steigt um 150 Prozent - DER SPIEGEL
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DaimlerChrysler Gewinn steigt um 150 Prozent

Der Autokonzern DaimlerChrysler konnte seine eigenen Prognosen und die Erwartungen der Analysten im dritten Quartal deutlich übertreffen. Dennoch wagt die Konzernspitze nur einen vorsichtigen Ausblick.
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Stuttgart – Der operative Quartalsgewinn lag mit 1,7 Milliarden Euro weit über dem Vorjahreswert von 0,7 Milliarden Euro. Auch die Schätzungen der Analysten wurden übertroffen, sie rangierten zwischen 1,25 und 1,48 Milliarden Euro. Der Umsatz wurde bei knapp 37 Milliarden Euro gesehen. Hier blieb DaimlerChrysler   mit 36,3 Milliarden Euro leicht hinter den Erwartungen zurück.

In den ersten neun Monaten hat der Konzern einen operativen Gewinn von 4,7 Milliarden Euro verbucht. Bei Bekanntgabe der Halbjahreszahlen hatte Schrempp noch erklärt, der bereinigte operative Gewinn für das Gesamtjahr werde deutlich mehr als das Dreifache des Vorjahres (1,35 Milliarden Euro) - also über vier Milliarden Euro - betragen. Zu Jahresanfang hatten die Erwartungen noch deutlich darunter gelegen.

Dennoch erhöhte die Konzernspitze ihre Prognose nur leicht: "Da die politische und wirtschaftliche Unsicherheit im Verlauf des dritten Quartals weiter zugenommen hat, bleibt DaimlerChrysler bei seiner Einschätzung für den Rest des Jahres 2002 weiterhin vorsichtig", hieß es in der Mitteilung. Insgesamt geht DaimlerChrysler nun davon aus, dass der Operating Profit im Konzern ohne Einmaleffekte im Gesamtjahr 2002 mehr als fünf Milliarden Euro betragen wird.

Schon vor der Bekanntgabe der Zahlen deutete bei DaimlerChrysler vieles auf ein gutes Quartal hin. So blieb die US-Tochter Chrysler etwa im September mit einem Absatzplus von 18 Prozent in den USA auf der Spur. Auch Mercedes-Benz schaffte auf dem wichtigsten ausländischen Markt einen neuen Absatzrekord - gut ging vor allem die C-Klasse. Weltweit blieb der Absatz auf dem Rekordniveau des Vorjahres. Für das Gesamtjahr rechnet Mercedes-Benz-Chef Jürgen Hubbert ebenfalls damit, dass er das Absatzniveau des Vorjahres halten kann.