DaimlerChrysler Keine Reaktion auf Mitarbeiter-Offerte
Ein endgültiges Gebot werde dadurch erschwert, kritisierte der Aktionärsverband. Im Namen von rund 50.000 Chrysler-Mitarbeitern hatte ein "Arbeitnehmer-Buyout-Komitee" der Konzernführung Mitte April die Kaufabsicht der Beschäftigten übermittelt. Vorstandschef Dieter Zetsche und Chrysler-Chef Tom LaSorda hatten eine Prüfung der Offerte zugesagt.
Die Chrysler-Arbeitnehmer wollen 70 Prozent der angeschlagenen Traditionsfirma übernehmen. Der Mutterkonzern solle einen Minderheitsanteil an der US-Tochter behalten. Die ebenfalls am Kauf von Chrysler interessierte Investmentfirma Tracinda des US-Milliardärs Kirk Kerkorian hatte einem Insider zufolge Kontakt zu dem Mitarbeiter-Komitee aufgenommen, um die Gemeinsamkeiten mit den Beschäftigten bei einer Übernahme von Chrysler auszuloten.
Eine Sprecherin von DaimlerChrysler wollte sich heute nicht äußern, ob die zum Kauf bereiten Chrysler-Mitarbeiter Einblick in die Bücher nehmen dürften. "Dazu geben wir keinen Kommentar ab", sagte sie. Auch zum Stand der Verkaufsverhandlungen für die verlustreiche US-Tochter wollte der Stuttgarter Konzern keine Angaben machen.
sam/Reuters