DaimlerChrysler: Kleinaktionäre wollen Schrempp nicht entlasten - DER SPIEGEL
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DaimlerChrysler Kleinaktionäre wollen Schrempp nicht entlasten

Kleinaktionäre klagen, dass Daimler und Mercedes seit der Übernahme von Chrysler tiefe Kratzer bekommen haben. Auch deshalb fordern sie, Konzernchef Jürgen Schrempp bei der Hauptversammlung die Entlastung zu verweigern.
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Stuttgart - Die Schutzgemeinschaft der Kleinaktionäre (SdK) und der Wirtschaftsprofessor Ekkehard Wenger haben den Vorstoß unternommen. Die vorzeitige Vertragsverlängerung des Vorstandsvorsitzenden Jürgen Schrempp sei Grund genug für eine Nicht-Entlastung, zitiert das Magazin "Telebörse" Wenger. Auch die SdK werte diese Entscheidung des DaimlerChrysler-Aufsichtsrats als falsches Signal. Die SdK bemängele außerdem, dass DaimerChrysler inzwischen weniger wert sei als Mercedes Benz alleine vor der Fusion.

Die Deutsche Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz (DSW) will am 28. Februar darüber entscheiden, ob auch sie die Nicht-Entlastung des Vorstands fordert. Ein DSW-Sprecher nahm im Gespräch mit dem Magazin vorweg: "Die kryptische Ankündigung der Gewinnwarnung und das Verfehlen der angekündigten Meilensteine sprechen gegen eine Entlastung." Die bereits veröffentlichte Tagesordnung der Hauptversammlung beinhaltet unter anderem die Zustimmung zur Kürzung der Dividende auf einen Euro. Seit der Fusion von Daimler Benz mit Chrysler waren jeweils 2,35 Euro gezahlt worden.