DaimlerChrysler Massenklage der Chrysler-Aktionäre
Philadelphia - Der Vorwurf lautet auf vorsätzliche Falschaussagen und irre führende Aussagen der DaimlerChrysler-Führung. Vorstandschef Jürgen Schrempp und zwei andere Vorstandsmitglieder hätten den geplanten Status von Chrysler nach der Fusion bewusst falsch dargestellt, teilte die Anwaltskanzlei Weinstein Kitchenoff Scarlato & Goldman mit. Die Klage sei bereits beim US-Bezirksgericht in Delaware eingereicht worden und gelte für all die Chrysler-Aktionäre, die dem Aktientausch im August 1998 zugestimmt hätten.
In der Klageschrift wurde nach Angaben der Kanzlei festgehalten, dass die ursprünglich versprochene "Fusion unter Gleichen" nicht eingehalten wurde. Seitens der Beklagten sei zu diesem frühen Zeitpunkt bereits eine Übernahme geplant gewesen. Den Einfluss des Chrysler-Managements auf den neuen Konzern DaimlerChrysler hätten die Beklagten verringern oder sogar ganz unterdrücken wollen, so die Klageschrift weiter.
Der Vorwurf entspricht der Klage des Milliardärs Kirk Kerkorian, der von DaimlerChrysler neun Milliarden Dollar fordert. Dieser Klage hatten sich bereits mehrere Kanzleien und Investoren angeschlossen. Die neue Klageschrift wurde dagegen stellvertretend für alle Chrysler-Aktionäre eingereicht.