DaimlerChrysler Prämien für Mitarbeiter sollen fallen
Stuttgart - Weil Chrysler und die US-Nutzfahrzeugtochter Freightliner teuer saniert werden müssen, soll nach einem Bericht des "Handelsblattes" nicht nur die Dividende fallen, sondern auch die Ergebnisbeteiligung der Angestellten. Ein Unternehmenssprecher wollte in Stuttgart zu dem Bericht zunächst keine Stellung nehmen.
Die Mitarbeiterbeteiligung der rund 140.000 Betroffenen solle allerdings nicht so stark sinken wie die Dividende. Sie werde nach Analystenschätzungen von 2,35 Euro pro Aktie auf 1,53 Euro fallen. Zuvor hatte bereits die "Financial Times Deutschland" berichtet, der Vorstand werde die Dividende bei seiner Sitzung am Mittwoch auf 1,50 Euro senken.
Das "Handesblatt" berichtet weiter, nach einer internen Rechnungsformel müssten die Mitarbeiterprämie eigentlich um 40 Prozent fallen. Die tatsächliche Kürzung solle aber nicht so drastisch ausfallen, weil viele Mitarbeiter im vergangenen Jahr mehr gearbeitet hätten und eine drastische Senkung nicht verstehen würden. Viele hoffen offenbar - auch wegen des Rekordergebnisses bei Mercedes - immer noch, dass die Mitarbeiterprämien gleich bleiben.
Beim US-amerikanischen Konzernteil Chrysler soll den Angaben zu Folge in diesem Jahr die Ergebnisbeteiligung ganz entfallen. Im vergangenen Jahr hatte jeder deutsche Mitarbeiter des Konzerns noch die Rekordprämie von 1595 Euro erhalten, obwohl die Probleme bei Chrysler und Freightliner damals schon bekannt waren oder sich abzeichneten.