DaimlerChrysler : Schrempp will 100 Milliarden Mark investieren - DER SPIEGEL
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DaimlerChrysler Schrempp will 100 Milliarden Mark investieren

DaimlerChrysler will die Nummer eins im Automobilbau werden. Auf der Hauptversammlung in Berlin musste Konzernchef Jürgen Schrempp jedoch einen leicht sinkenden Quartalsgewinn bekannt geben.
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Berlin - Die DaimlerChrysler AG hat im ersten Quartal 2000 trotz eines deutlich höheren Umsatzes weniger operativen Gewinn als im Vorjahr erzielt. Der Konzern gab am Mittwoch auf seiner Hauptversammlung in Berlin bekannt, der operative Gewinn sei bis Ende März um drei Prozent auf 4,8 Milliarden Mark gesunken. Dagegen wuchs der Umsatz um 17 Prozent auf rund 80 Milliarden Mark. Für den Rückgang beim operativen Gewinn machte das Unternehmen den starken Wettbewerb auf dem nordamerikanischen Markt verantwortlich.

DaimlerChrysler-Chef Jürgen Schrempp bekräftigte jedoch sein Ziel, den Konzern zum weltgrößten Autobauer zu machen. Zusammen mit Mitsubishi habe man beim Umsatz bereits zu Ford und General Motors aufgeschlossen.

Schrempp äußerte sich über die Zukunft der weltweiten Automärkte vorsichtig optimistisch. In Nordamerika kündige sich entgegen den ursprünglichen Prognosen weiteres Marktwachstum an. "In Europa erwarten wir insgesamt eine Konsolidierung der Märkte auf dem bereits sehr hohen Niveau". Asien und Lateinamerika hätten das Tal der Wirtschaftskrise durchschritten. DaimlerChrysler geht davon aus, dass der Rekordabsatz des Vorjahres von knapp 4,9 Millionen Autos in diesem Jahr noch übertroffen wird.

Die vorgesehene Allianz mit dem japanischen Autobauer Mitsubishi, bei dem sich DaimlerChrysler mit 34 Prozent beteiligen will, gehe weit über Asien hinaus, sagte Schrempp. Sie stärke auch die Position in den Märkten mit den größten Wachstumsprognosen wie Lateinamerika, Osteuropa und Afrika. Und sie stärke das strategische Ziel, eine vollständige Produktpalette vom Kleinstwagen bis zum schweren Lkw anbieten zu können.

Schrempp kündigte an, dass der Autokonzern in den nächsten fünf Jahren 60 neue Modelle einführen werde. Außerdem würden für die Zukunft von DaimlerChrysler innerhalb von drei Jahren knapp 100 Milliarden Mark investiert.

Analysten hatten im Vorfeld der Hauptversammlung bereits eine relativ schwache Gewinnentwicklung von DaimlerChrysler im ersten Quartal erwartet. Der operative Gewinn des Konzerns unterschritt die Erwartungen vieler Analysten leicht, der Überschuss je Aktie lag in etwa im Rahmen der Erwartungen. Der Kurs der DaimlerChrysler-Aktie gab bis zum frühen Mittwochnachmittag etwa drei Prozent ab.