DaimlerChrysler US-Geschäfte im Rückwärtsgang
Stuttgart - DaimlerChrysler erwartet in diesem Jahr wegen des starken Preiswettbewerbs auf dem amerikanischen Fahrzeugmarkt einen geringeren operativen Gewinn als im Vorjahr. Die Börse quittierte die gefallenen Gewinnerwartungen mit einem Kursabschlag von über zwei Prozent.
Der Konzern gab am Mittwoch in Stuttgart bekannt, Kosten für Produktionsanläufe von neuen Modellen und der scharfe Wettbewerb könnten im zweiten Halbjahr - insbesondere im dritten Quartal - den operativen Gewinn der Chrysler-Sparte belasten.
Durch Einmaleffekte wie etwa der Ausgliederung der Luft- und Raumfahrttochter Dasa würden Konzernüberschuss, operatives Ergebnis und Gewinn je Aktie die Vorjahreswerte in diesem Jahr jedoch deutlich übertreffen, hieß es.
Ab dem kommenden Jahr werde auch bei der Chrysler-Sparte durch die neuen Produkte mit wieder steigenden Ergebnissen gerechnet. 1999 hatte DaimlerChrysler bei einem Umsatz von 150 Milliarden Euro einen um Einmaleffekte bereinigten operativen Gewinn von 10,3 Milliarden Euro erwirtschaftet.
Im ersten Halbjahr 2000 stagnierte der operative Gewinn des größten europäischen Industriekonzerns mit 5,078 Milliarden Euro in etwa auf dem um einmalige Effekte bereinigten Vorjahreswert. Während das operative Ergebnis der Pkw-Sparte Mercedes/Smart um 17 Prozent zulegte, ging der Gewinn der Chrysler-Sparte um neun Prozent auf 2,516 Milliarden Euro zurück.