DaimlerChrysler: Vorfahrt fürs Auto - DER SPIEGEL
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DaimlerChrysler Vorfahrt fürs Auto

DaimlerChrysler will offenbar Tochterfirmen verkaufen und sich wieder stärker auf das Autogeschäft konzentrieren. Außerdem soll der Konzern einen Aktienrückkauf planen, um sich so für Anleger wieder interessanter zu machen.
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Detroit - Der deutsch-amerikanische Konzern könnte die Elektroniktochter temic (Telefunken Microelectronic), debis Systemhaus und die Bahntechniktochter Adtranz verkaufen, berichtet das "Handelsblatt" unter Berufung auf Robert Eaton. Der Co-Vorstandschef von DaimlerChrysler habe am Rande der Detroit Motor Show zudem gesagt, dass ein Verkauf von Adtranz nur in Frage komme, wenn das Unternehmen rentabel geworden sei.

In der Stuttgarter Konzernzentrale hieß es, Eatons Aussagen seien nicht als Ankündigung, sondern als theoretische Möglichkeit zu verstehen. Ein Verkauf der genannten Bereiche stehe nicht auf der Tagesordnung.

Eaton kündigte außerdem an, die Hauptversammlung im April solle einen Aktienrückkauf genehmigen, damit der Kurs wieder ansteige und Investoren anlocke. Die Aktie brach nach ihrem Höchststand im April '99 von 108 Dollar beziehungsweise 95 Euro bis auf 65 Dollar in den USA und 65 Euro in Europa ein. Der Co-Chef hat außerdem angekündigt, dass ein neues Aktienoptionsprogramm für das Top-Management geplant sei. Einzelheiten nannte Eaton jedoch nicht.

DaimlerChrysler wies darauf hin, dass der Vorstandsvorsitzende Jürgen Schrempp schon im September erklärt hatte, ein Aktienrückkauf sei vom Jahre 2000 an möglich, weil dann die Sperrfrist der US-Börsenbehörde SEC abgelaufen sei. Wenn überschüssige Liquidität vorhanden sei, wollte die Aktionäre ihr Geld zurück. Das sei legitim, hatte Schrempp gesagt.

Unternehmen kaufen eigene Aktien normalerweise dann zurück, wenn hohe Liquidität vorhanden ist, die nicht unmittelbar investiert wird. In Deutschland dürfen maximal zehn Prozent der Wertpapiere zurückgekauft werden.