DaimlerChrysler Weitere Einschnitte bei Chrysler?
Frankfurt am Main - Sinkende Umsätze würden eine schnellere Senkung der Kosten notwendig machen, berichtet das "Wall Street Journal" (WSJE) unter Berufung auf mit der Angelegenheit vertraute Kreise.
Im Gespräch sei, den Abbau von Arbeitsplätzen zu beschleunigen und Zulieferbetriebe dazu zu veranlassen, günstigere Preise einzuräumen. Auch könnten früher als geplant gleiche Bauteile in den Modellen von Chrysler und Mercedes Benz zum Einsatz kommen. Sogar eine Ausweitung des Arbeitsplatzabbaus über die bisher anvisierten 26.000 Stellen hinaus sei denkbar.
"Wenn sich die Bedingungen verändert haben, müssen jetzt weitere Maßnahmen ergriffen werden", zitiert das "WSJE" eine mit der Situation vertraute Person. "Wenn es auf der Umsatzseite nicht stimmt, dann muss etwas auf der Kostenseite passieren."
Ein Sprecher der DaimlerChrysler AG lehnte der Zeitung gegenüber einen Kommentar zu dem Bericht ab. Auch zu Aussagen, wonach in dieser Woche die Konzernführung zu mehreren Sitzungen zusammenkommt und über die strategische Ausrichtung im kommenden Jahr berät, wollte sich der Sprecher nicht äußern.
Der zuvor angekündigte Sanierungsplan für Chrysler sieht den Angaben zufolge den Abbau von 26.000 Stellen in einem Zeitraum von drei Jahren sowie die Schließung von sechs Werken vor. Nach Informationen des "WSJE" seien bislang bereits 18.000 Jobs gestrichen worden.