DaimlerChrysler: Zetsche schockt die Zulieferer - DER SPIEGEL
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DaimlerChrysler Zetsche schockt die Zulieferer

Chrysler-Chef Dieter Zetsche setzt seinen Notfallplan in Gang. Als erste Maßnahme sollen in den kommenden zwei Jahren die Kosten für Zuliefererteile um sechs Milliarden Dollar gesenkt werden.
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Auburn Hills -Die US-Tochter des DaimlerChrysler-Konzerns stellte entsprechende Pläne, die Einsparungen von rund 15 Prozent bedeuten würden, am Donnerstagabend (Ortszeit) in Michigan vor. Vor Vertretern und Zulieferern in Detroit sagte Chrysler-Chef Dieter Zetsche: "Wir sind in einer schwierigen Lage." Er plädierte für eine gute Zusammenarbeit mit den Lieferanten. "Der wahre Test einer starken Beziehung wird an Zeiten wie diesen gemessen", erklärte er.

Den Angaben zufolge sollen in einem ersten Schritt die Zulieferer des Unternehmens von 2001 bis 2003 ihre Preise für Autoteile und Dienstleistungen um fünf Prozent oder insgesamt zwei Milliarden US-Dollar reduzieren. Pro Jahr gibt Chrysler eigenen Angaben zufolge rund 40 Milliarden Dollar bei insgesamt 900 Zulieferern aus.

In einem weiteren Schritt sollen in Zusammenarbeit mit den Zulieferern Einsparungsmöglichkeiten in Höhe von zehn Prozent oder vier Milliarden US-Dollar ausgearbeitet und umgesetzt werden, teilte Chrysler weiter mit.

Chrysler hatte im dritten Quartal einen Verlust von 512 Millionen Dollar erwirtschaftet und es drohen weitere rote Zahlen. Dabei war die US-Tochter von DaimlerChrysler einst gemessen am Gewinn je Auto die Nummer eins unter den amerikanischen Autoherstellern. Das Unternehmen leidet aber zur Zeit unter rückläufigen Absatzzahlen und kostspieligen Verkaufshilfen. Der US-Absatz war im November um 5,5 Prozent gefallen.

Die Zulieferbetriebe reagierten geschockt auf die Ankündigungen Zetsches. Viele werden durch die Forderungen weiter in Bedrängnis geraten. US-Autoteile-Produzenten wie Visteon, Dana, TRW und Lear haben wegen der schwachen Autokonjunktur bereits Gewinnwarnungen abgegeben.

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