Dankbare Partei: SPD hebt Matthäus-Maier auf KfW-Chefposten - DER SPIEGEL
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Dankbare Partei SPD hebt Matthäus-Maier auf KfW-Chefposten

Die frühere SPD-Finanzexpertin Ingrid Matthäus-Maier soll mehreren Zeitungsberichten zufolge zur Chefin der Förderbank KfW ernannt werden. Kanzlerin Merkel habe die umstrittene Personalie nach anfänglichen Bedenken akzeptiert.
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Frankfurt am Main/Hamburg -  Matthäus-Maier solle den amtierenden KfW-Vorstandssprecher Hans Reich im Oktober 2006 ablösen, schreibt die "Frankfurter Allgemeine Zeitung". Auch laut "Financial Times Deutschland" haben sich Bundeskanzlerin Angela Merkel, Vizekanzler Franz Müntefering und weitere Spitzenvertreter der Großen Koalition bereits auf diese Ernennung geeinigt. Die Personalentscheidung solle heute in der Sitzung des KfW-Verwaltungsrats beraten werden.

Die SPD-Politikerin ist seit 1999 Vorstandsmitglied der KfW. Sie verantwortet in der staatlichen Förderbank, die zu 80 Prozent dem Bund und zu 20 Prozent den Ländern gehört, bisher die Wohnungsbauförderung. Bis 1999 gehörte sie dem Bundestag an und war Vize-Vorsitzende der SPD-Bundestagsfraktion. Ihre Politik-Karriere hatte sie indes in der FDP begonnen.

Zu der Einigung der Koalitionsspitzen soll auch gehören, dass der unionsnahe Vizepräsident der Bundesbank, Jürgen Stark, neues Mitglied im Direktorium der Europäischen Zentralbank (EZB) werden soll. Er würde damit auf den EZB-Chefvolkswirt Ottmar Issing folgen, dessen Vertrag Ende Mai 2006 ausläuft.