Das Jahr 2004 1666 Stunden Arbeit
Nürnberg - Das waren 1,2 Prozent oder 20 Stunden mehr als 2003, berichtete das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) am Donnerstag in Nürnberg. Trotzdem ist die durchschnittliche Arbeitszeit aller Arbeitnehmer im vergangenen Jahr um 0,1 Prozent auf 1361 Stunden zurückgegangen. Hauptgrund dafür ist laut IAB der anhaltende Trend zu mehr Teilzeitbeschäftigung. Die Quote stieg auch auf Grund rückläufiger Vollzeitbeschäftigung um 1,5 Prozentpunkte auf bundesweit 28,8 Prozent.
Krankheitsbedingte Fehlzeiten erreichten nach Angaben des IAB mit 1,55 Milliarden Stunden einen historischen Tiefststand. Das waren rund 90 Millionen Stunden weniger als im Jahr zuvor. Das Volumen bezahlter Überstunden blieb dagegen mit rund 1,56 Milliarden nahezu konstant. "Der vorwiegend konjunkturell bedingte deutliche Rückgang seit 2001 hat sich auf Grund der wirtschaftlichen Belebung im Jahr 2004 also nicht fortgesetzt", berichteten die Arbeitsmarktforscher. Auch die Salden der Arbeitszeitkonten hätten sich kaum mehr verringert.
Kaum verändert haben sich im Jahr 2004 die strukturellen Unterschiede zwischen West- und Ostdeutschland. Mit 29,7 Prozent lag die Teilzeitquote im Westen deutlich höher als im Osten mit 24,0 Prozent. Die tarifliche Wochenarbeitszeit liegt im Osten dagegen nach wie vor um 1,5 Stunden über der im Westen. Mit 34,1 Stunden war die durchschnittliche Zahl der Überstunden pro Arbeitnehmer im Osten um 13,6 Stunden niedriger als im Westen.