Dauerproblem: Hartz-IV-Software bockt noch bis zum Sommer - DER SPIEGEL
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Dauerproblem Hartz-IV-Software bockt noch bis zum Sommer

Auch zweieinhalb Monate nach der Einführung von Hartz IV laufen die nötigen Computerprogramme in den Arbeitsagenturen nicht fehlerfrei. In bestimmten Fällen müssen die Beamten dort den Taschenrechner zur Hilfe nehmen oder mit Papier und Stift rechnen.
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Berlin/Nürnberg - Ulrich Waschki, Sprecher der Bundesagentur für Arbeit, sagte der "Berliner Zeitung", im Computerprogramm A2LL fehle eine Funktion, mit der die Leistung für Langzeitarbeitslose gekürzt werden könne. Dis ist immer dann nötig, wenn der Arbeitslose sich bestimmten Empfehlungen oder Angeboten verschließt und dies sanktionier werden soll.

Voraussichtlich bis zum Sommer müssten die Fallmanager vor Ort das Problem über eine "aufwendige Zwischenlösung" umgehen, die die Arbeit der Sachbearbeiter erschwere, sagte der Sprecher.

"Jede Umgehungslösung ist eine Behinderung der Arbeit", sagte Waschki. Um das Arbeitslosengeld II zu kürzen, müssen demnach die Sacharbeiter in den Arbeitsgemeinschaft zunächst die Höhe der Sanktion getrennt ausrechnen. Anschließend müssen sie diesen Betrag als "fiktive Barzahlung" ins Hartz-IV-System A2LL eintragen. Das Programm kürzt dann automatisch die Leistung um diesen Betrag.