Dax: Angst vor Hiobsbotschaften lässt Finanztitel einbrechen - DER SPIEGEL
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Dax Angst vor Hiobsbotschaften lässt Finanztitel einbrechen

Gewinnmitnahmen belasten Aktien von Banken und Versicherungen: Die Kurse von Commerzbank, Deutscher Bank und Allianz brachen am Montag kräftig ein - und ziehen den Dax nach unten.
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Frankfurt am Main - Aus Sorge vor neuen schlechten Nachrichten aus dem Bankensektor haben Anleger am Montag bei Finanzwerten Gewinne mitgenommen. "Einige US-Banken haben verlauten lassen, dass der März nicht so gut gelaufen ist. Das wirkt belastend", sagte ein Händler mit Blick auf Aussagen der Chefs von JP Morgan Chase und Bank of America  .

Frankfurter Börse: Gewinnmitnahmen bei Finanztiteln

Frankfurter Börse: Gewinnmitnahmen bei Finanztiteln

Foto: DPA

Papiere der Deutsche Bank   verloren zeitweise mehr als sieben Prozent nach einem Plus von über 16 Prozent in der vergangenen Woche. Commerzbank-Aktien   gaben zeitweise mehr als elf Prozent nach. "Wir sehen wenig Aussicht darauf, dass der Konzern seine Eigenkapitalkosten in den nächsten zwei Jahren auch nur annähernd decken kann", schrieben die Analysten von Cazenove in einer Kurzstudie.

Commerzbank-Papiere hatten in den vergangenen fünf Handelstagen mehr als 60 Prozent zugelegt. Papiere des Versicherungskonzerns Allianz   brachen zeitweise um mehr als sechs Prozent ein. Im MDax   lagen Postbank   sieben Prozent im Minus.

Die schlechten Nachrichten aus der Finanzbranche kommen aus dem Ausland: Presseberichten zufolge solle es bei der Schweizer UBS   noch einmal zu größeren Abschreibungen kommen, in Spanien muss ein Geldinstitut vor dem Zusammenbruch gerettet werden. In Schottland steht ein weiteres britisches Finanzinstitut vor dem Zusammenbruch.

Zum Mittag notierten die wenigsten Dax-Titel im Plus, der deutsche Leitindex lag bei 3,6 Prozent im Minus. Bis vergangenen Donnerstag hatte der Dax sieben Handelstage in Folge zugelegt.

Auch Autowerte verloren deutlich, nachdem die US-Regierung Sanierungspläne von General Motors   (GM) und Chrysler zunächst abgelehnt hatte.

kaz/Reuters/dpa