Dax-Vorstandsgehälter: Ackermann wieder Spitzenreiter - DER SPIEGEL
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Dax-Vorstandsgehälter Ackermann wieder Spitzenreiter

Die gestiegenen Konzerngewinne machen nicht nur Aktionären Freude - auch die Vorstandschefs profitieren vom guten Geschäft. Bester Verdiener unter den Dax-Managern war im vergangenen Jahr wieder einmal Deutsche-Bank-Chef Ackermann.
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Frankfurt am Main - Im Schnitt verdienten die Dax-Manager 3,4 Millionen Euro und damit gut sieben Prozent mehr als im Vorjahr, das zeigt eine heute in Frankfurt am Main vorgelegte Studie der Deutschen Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz (DSW). Spitzenverdiener war erneut Deutsche-Bank  -Chef Josef Ackermann, der 13,2 Millionen Euro in bar und Aktienoptionen erhielt.

Auf Rang zwei findet sich Linde-Chef Wolfgang Reitzle, der mit immerhin 5,9 Millionen Euro entlohnt wurde und damit deutlich über den 1,5 Millionen Euro liegt, die ein einfaches Vorstandsmitglied der Linde überwiesen bekam. Mit 4,5 Millionen Euro nimmt Daimler-Chef Jürgen Zetsche Rang drei ein. Schlusslicht war Tui  -Chef Michael Frenzel mit knapp zwei Millionen Euro.

Die Zahlen haben aber nur geringe Aussagekraft, das gesteht auch die DSW indirekt ein. Denn trotz der neuen Pflichten zur Veröffentlichung seien die Millionenbezüge von Managern immer noch undurchschaubar, kritisierte der DSW-Hauptgeschäftsführer Ulrich Hocker. Zwar habe der Gesetzgeber vorgeschrieben, was die Konzerne bekanntgeben müssen, aber nicht, wie dies zu geschehen hat. "Notwendig ist, dass die Unternehmen offenlegen, was den Vorständen tatsächlich zugeflossen ist."

Gerade Pensionszusagen der Konzerne seien nach wie vor "ein blinder Fleck", sagte Hocker weiter. Bei Pensionen und Übergangsgeldern legten Unternehmen noch zu wenige Daten offen. Die Debatte hatte sich am Fall des scheidenden EnBW-Chef Claassen neu entzündet, der nach einem Bericht des "Handelsblatts" Anspruch auf jährliche Zahlungen in Höhe von 400.000 Euro bis zum Jahr 2026 haben soll.

Außer einem festen Einkommen erhalten viele Manager eine Reihe variabler Vergütungen, die vom geschäftlichen Erfolg abhängen - etwa Gewinnbeteiligungen, Aktienoptionen und Provisionen. Das macht es auch für Fachleute schwierig, die Vorstandsbezüge zu vergleichen. So kam die Hans-Böckler-Stiftung auf 5,1 Millionen, die Schutzgemeinschaft der Kapitalanleger (SdK) errechnete eine durchschnittliche Vergütung der Konzernchefs im Dax von 4,6 Millionen Euro. Es fehle an "Standardisierung, um die Angaben gut vergleichen zu können", monierte die gewerkschaftnahe Düsseldorfer Stiftung deshalb.

sam/AFP/dpa