Deal Asien soll T-Online gehen
Tokio - Nifty teilte am Mittwoch in Tokio mit, die Kooperation umfasse die Entwicklung neuer Techniken, den E-Commerce und Dienste für die jeweiligen Kunden. Die T-Online-Abonnenten können künftig Angebote von Nifty nutzen und umgekehrt.
Nifty gehört zum japanischen Computerhersteller Fujitsu und ist mit 3,9 Millionen Kunden der größte konventionelle Internet-Provider Japans (NTT DoCoMo's mobiler Internetdienst "i-Mode" hat elf Millionen Kunden). Bis Ende September soll bei der Abonnentenzahl die Vier-Millionen-Grenze überschritten werden, sagte ein Sprecher von Nifty. Die Telekom-Tochter T-Online ist mit über sechs Millionen Kunden der größte Onlinedienst Europas und der zweitgrößte der Welt. Gemeinsam wollen beide ihre Position gegen den amerikanischen Weltmarktführer AOL stärken, der 24 Millionen Abonnenten zählt.
Nifty hat bereits mit drei weiteren Internetanbietern weltweite Allianzen geschlossen, mit der Tochter der koreanischen Samsung Group, Unitel, dem in Hongkong ansässigen Unternehmen Netvigator und SingNet in Singapur.
T-Online hatte Anfang September den zweitgrößten spanischen Online-Anbieter Ya.com gekauft und dadurch seinen Kundenstamm nach eigenen Angaben auf 6,4 Millionen aufgestockt. T-Online ist in Frankreich und Österreich tätig und will in Kürze seine Dienste auch in der Schweiz anbieten.