Debitel Gewinn geht um ein Drittel zurück
Stuttgart - Debitel hat in den letzten zwölf Monaten 2,1 Millionen neue Kunden in Deutschland gewonnen. Ende Juni zählte debitel damit 4,5 Millionen Kunden hier zu Lande und weitere 1,8 Millionen im europäischen Ausland, teilte das Unternehmen am Mittwoch mit. Der deutsche Marktanteil blieb konstant bei 14 Prozent. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum konnte der Umsatz um ein Drittel auf 1,17 Milliarden Euro zulegen.
Das Ergebnis vor Steuern und Zinsen ging um ein Drittel auf 24 Millionen Euro zurück. Das enorme Wachstum habe zu erhöhten Kosten für die Kunden-Akquisition geführt, hieß es zur Begründung. "Der Kampf um den Mobilfunkkunden der Zukunft wirft seine Schatten voraus", sagte debitel-Vorstandschef Peter Wagner.
Debitel war zusammen mit dem Großaktionär Swisscom als einziger Bieter vorzeitig aus der Versteigerung der neuen UMTS- Mobilfunklizenzen ausgestiegen. Als Service-Anbieter will debitel künftig mit einem oder mehreren Lizenznehmern zusammenarbeiten. Nach früheren Angaben plant das Unternehmen außerdem Übernahmen oder Beteiligungen an Firmen, die sich auf neue Dienste rund um den Mobilfunk spezialisiert haben.
Der Umsatz in Deutschland stieg, wie es weiter heißt, um fast die Hälfte auf 872 Millionen Euro. Dabei bildet der inländische Mobilfunk den Umsatz- und Ergebnisschwerpunkt. Das Vorsteuerergebnis für Deutschland ist auf dem Niveau des vergangenen Jahres gehalten worden, obwohl der Gewinn des deutschen Mobilfunkgeschäfts von 45 Millionen auf 41 Millionen Euro zurückging. Gleichzeitig konnte aber der Vorsteuerverlust der Sparten Festnetz und Internet jeweils um zwei Millionen Euro auf minus vier Millionen und minus eine Million Euro verringert werden.
Die Mitarbeiterzahl lag zum Ende des letzten Quartals europaweit bei 2740 Beschäftigten. Das waren 17 Prozent mehr als im Vorjahr. Es sei schwierig, an den bestehenden drei Standorten für die Kundenbetreuung neue Mitarbeiter zu gewinnen, hieß es. Daher soll bis Jahresende in Kaiserslautern ein viertes Call-Center errichtet werden.