Debitel: Trennung von der Billigmarke - DER SPIEGEL
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Debitel Trennung von der Billigmarke

Der Stuttgarter Mobilfunkdienstleister Debitel trennt sich von seiner Billigtochter Debitel light. Die rund 250.000 Kunden sollen in den Düsseldorfer Discount-Anbieter Blau.de eingebracht werden.
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Stuttgart - Für die Kunden von Debitel light ändere sich nichts, sagte Debitel-Vorstandschef Axel Rückert heute. Im Gegenzug für den Verkauf erhalte Debitel eine Beteiligung von 24,9 Prozent an seinem kleineren Wettbewerber Blau.de, der es auf 150.000 Kunden bringt. "Wir sind damit zweitgrößter Aktionär", erklärte Rückert. Er sprach von einer von einer strategischen Partnerschaft. Blau-Geschäftsführer Martin Ostermayer sagte, mit der vergrößerten Kundenbasis rechneten sich neue Tarifmodelle etwa für Familien oder mittelständische Firmen.

Blau.de sei am Markt konkurrenzfähiger, weil die Kunden des
Hamburger Anbieters mehr telefonierten als die von Debitel
light, erläuterte Rückert. Die Blau.de nutzt für ihr Angebot wie Debitel light das Netz von E-Plus. Mit der Marke Simyo hatte
das Düsseldorfer Unternehmen vor anderthalb Jahren eine neue
Preisrunde am Mobilfunkmarkt eingeläutet.

Debitel hatte im vergangenen Jahr eine eigene Billigmarke gegründet, um vom Nachfrageboom nach günstigen Handy-
Verträgen zu profitieren. Die Kosten für die Kundengewinnung liefen allerdings aus dem Ruder, da große Vertriebspartner auf den Verkauf von Debitel light in ihren Filialen gedrängt hätten. Blau.de vertreibt Handy-Verträge ohne Mobilfunkgeräte und kann daher günstige Minutenpreise anbieten.

Angelehnt an das Konzept von Billig-Fluggesellschaften
verkaufen Mobilfunkdiscounter günstige Minutenpreise über das
Internet, verzichten auf teure Läden und subventionierte
Mobiltelefone.

kai/Reuters/dpa