Debitel UMTS-Geschäfte ohne eigenes Netz
Bonn/Stuttgart - Der Telefon-Service-Anbieter wird nach eigenen Angaben UMTS-Produkte von T-Mobil vermarkten, aber auch eigene Dienste und Anwendungen für den multimedialen Mobilfunk der Zukunft anbieten. Dies sehe eine Absichtserklärung mit der T-Mobil Deutsche Telekom MobilNet in Bonn vor. Mit dem Telekom-Konkurrenten D2 Vodafone hatte debitel bereits eine ähnliche Abmachung unterzeichnet.
Debitel ist eine Tochterfirma der schweizerischen Swisscom und kommt derzeit auf 9,5 Millionen Kunden in Europa. Im vergangenen Jahr erzielt das Unternehmen einen Umsatz von 2,5 Milliarden Euro. Ziel sei es, mit mindestens vier deutschen Netzbetreibern bei UMTS als Service Provider zu kooperieren; dazu liefen Gespräche, sagte eine Debitel-Sprecherin.
Das Stuttgarter Unternehmen hatte an der Versteigerung der UMTS-Lizenzen im vorigen Sommer anfangs teilgenommen, war dann aber ausgeschieden. Sechs Anbieter hatten schließlich Konzessionen für insgesamt knapp 100 Milliarden Mark ersteigert. Neben T-Mobil (D1) und D2 Vodafone sind dies E-Plus/KPN, Viag Interkom/British Telekom, MobilCom/France Telecom sowie Telefonica (Spanien)/Sonera (Finnland).
Für T-Mobil ist die Übereinkunft mit Debitel die erste Kooperationsvereinbarung zu UMTS. Weitere Partnerschaften mit Service Providern schließt das Unternehmen nicht aus. Darüber würde von Fall zu Fall entschieden, sagte eine Sprecherin der T-Mobil.