Dell: Gewinn steigt um 31 Prozent - DER SPIEGEL
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Dell Gewinn steigt um 31 Prozent

Der Computerhersteller Dell konnte seinen Konkurrenten in den vergangenen drei Monaten weitere Marktanteile abjagen. Zur Entwicklung des Gesamtmarktes äußerte sich die Unternehmensspitze jedoch vorsichtig.
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Round Rock - Dell habe im dritten Quartal und in den ersten neun Monaten des laufenden Geschäftsjahres 2002/2003 seinen Umsatz und Gewinn kräftig erhöht, hieß es in einer Mitteilung nach US-Börsenschluss am Donnerstag. Das Unternehmen hat Hewlett-Packard außerdem wieder die Führung als größter PC- Anbieter abgenommen, und wies in allen Produktsparten und Märkten erheblich höhere Absatzsteigerungen auf als die Konkurrenten.

Der Dell-Umsatz stieg in dem am 31. Oktober beendeten Dreimonatsabschnitt gegenüber dem entsprechenden Vorjahreszeitraum um 22 Prozent auf 9,1 Milliarden Dollar. Damit kam der weltgrößte Computerhersteller auf einen Nettogewinn von 561 Millionen Dollar, das ist ein Plus von 31 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal. Der Gewinn pro Aktie erhöhte sich auf 21 (16) Cent und hat damit die Erwartungen der Wall Street erfüllt.

Zu 80 Prozent macht Dell seinen Umsatz weiterhin mit dem Verkauf von PC's, etwas 20 entfallen auf das Geschäft mit Servern, Speicherprodukten und anderen Erzeugnissen. Das Unternehmen verbuchte 72 Prozent des Gesamtumsatzes in Nord- und Südamerika, 19 Prozent in Europa und neun Prozent im asiatisch- pazifischen Raum.

In Europa entwickelten sich die Geschäfte von Dell wieder klar besser als die der Konkurrenz. So steig Der Quartalsabsatz in der Region Europa/Naher Osten und Afrika um 13 Prozent, während die Gesamtbranche ohne Dell nur um fünf Prozent zulegte. Der Server-Absatz in Deutschland erhöhte sich um 60 Prozent.

Firmenchef Michael Dell rechnet für das vierte Quartal gegenüber den entsprechenden Vorjahreszeit mit einem Absatzanstieg von 23 Prozent und mit einem Zuwachs von zehn Prozent gegenüber den vorangegangenen drei Monaten. Der Gewinn pro Aktie soll 23 Cent erreichen, plus 35 Prozent. Mit seinem Ausblick blieb Dell dennoch hinter den Voraussagen der Analysten zurück. Vor allem die geplante Absatzsteigerung um nur zehn Prozent gegenüber den vorangegangenen Monaten wird als Zeichen gewertet, dass Dell zwar weiter Marktanteile gewinnt, die Nachfrage auf dem Gesamtmarkt aber bisher nicht anzieht. Das bestätigte auch Dell-Vizepräsident James Schneider: "Es ist immer noch zu früh, um von einer Erholung zu sprechen".