Delphi-Pleite GM muss bis zu elf Milliarden zahlen
Frankfurt am Main - Nach der Insolvenz von Delphi kommen Pensionszahlungen in Milliardenhöhe auf General Motors zu. Wie der Autobauer gegenüber US-Medien selbst einräumte, könnten zusätzliche Kosten von bis zu elf Milliarden Dollar entstehen.
Für GM kommt die Insolvenz von Delphi - eine der größten amerikanischen Pleiten überhaupt - zu einer denkbar schlechten Zeit. Der Konzern steckt selbst in einer der größten Krisen seiner Geschichte. Im ersten Halbjahr hatte der Konzern vor allem wegen der schlechten Geschäfte in der Autosparte, aber auch wegen der Unsummen verschlingenden Pensions- und Gesundheitskosten einen Verlust von über 1,1 Milliarden Dollar eingefahren. Nach der Streichung von knapp 12.000 Stellen bei seinen Europa-Töchtern Opel, Vauxhall und Saab im Frühjahr sollen bis zum Jahr 2008 mindestens 25.000 Stellen weitere Jobs in den USA wegfallen.
Bei der Ausgliederung von Delphi hatte sich GM 1999 vertraglich zur Übernahme der Pensionskosten verpflichtet, sollte der Automobilzulieferer vor dem Jahr 2007 Pleite gehen. Delphi meldete am Samstag mit 38 seiner US- Tochterfirmen bei einem New Yorker Gericht Insolvenz angemeldet. Das Auslandsgeschäft ist von dem Zusammenbruch nicht betroffen.