Neubau der EZB Pfefferspray, Farbbeutel und Verletzte bei Demonstration
Pappkameraden bei der Demonstration: Rund 2000 Menschen protestieren vor EZB-Neubau
Foto: Boris Roessler/ dpaFrankfurt am Main - Mit Farbbeuteln und Steinen haben Aktivisten des bankenkritischen Blockupy-Bündnisses den Neubau der Europäischen Zentralbank (EZB) in Frankfurt am Main beworfen. Rund 80 Aktivisten waren über Bauzäune geklettert und so auf das Gelände gelangt. Es kam zu gewaltsamen Auseinandersetzungen mit der Polizei. Die Demonstranten sprachen von etwa 20 Verletzten in ihren Reihen; die Polizei zählte neun verletzte Beamte.
Die Einsatzkräfte seien zudem durch Tritte und Schläge angegriffen worden, sagte ein Polizeisprecher. Daraufhin habe es einen gezielten Einsatz von Pfefferspray gegeben. Nach einigen Minuten verließen die Aktivisten das Gelände laut Polizei wieder. Die Veranstalter sprachen von bis zu 3000 Teilnehmern, die Polizei zählte rund 2000 Demonstranten.
Diese hatten sich zunächst an der Paulskirche versammelt und gegen das "Krisenmanagement" in Europa demonstriert. Anschließend ging der Demonstrationszug zum neuen EZB-Gebäude, das gerade bezogen wird. Die Demo stand unter dem Motto "Umzug zur neuen EZB - wir packen mit an!".
Rund 1,2 Milliarden Euro kostete der Bau, 185 Meter ist das Gebäude hoch. Später einmal sollen hier 2900 Menschen arbeiten. Für die offizielle Eröffnung des EZB-Neubaus am 18. März des kommenden Jahres kündigte das Bündnis weitere Aktionen an.
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