COMPUTER Design gegen Schwund
Mit der Präsentation seines neuesten Computers hat Apple-Gründer Steve Jobs dem Rest der Computerwelt mal wieder gezeigt, was gutes Marketing ist. Hunderte Journalisten waren nach San Francisco gepilgert, um über die Vorstellung des neuen iMac zu berichten. Das US-Magazin »Time« widmete dem futuristisch gestylten Gerät, das manche an eine Nachttischlampe erinnert, eine siebenseitige Story, und das kanadische Schwesterblatt setzte den Designrechner sogar aufs Titelblatt. Der Wirbel war wohl nötig. Denn der Marktanteil des PC-Pioniers aus Kalifornien sinkt beständig - sogar im Heimatland. Dort hatte Apple Anfang der neunziger Jahre immerhin noch rund 15 Prozent Marktanteil. Inzwischen tragen nicht einmal mehr 5 Prozent aller in den USA verkauften PC das Apfel-Emblem. Weltweit ist der Marktanteil von einst 12 auf magere 2,8 Prozent abgerutscht. Der Apple-Umsatz ist auf sechs Milliarden Dollar abgebröckelt und liegt damit deutlich niedriger als der Gewinn beim Erzkonkurrenten Microsoft. Doch Jobs bleibt optimistisch. Stolz behauptet er: Der bis zu 2550 Euro teure Design-PC, der Anfang Februar in die Läden kommen soll, »ist das Beste, was wir je gemacht haben«.