Designer-Hickhack Jil Sander trennt sich von Jil Sander
Hamburg - Das Unternehmen und die Modeschöpferin seien übereingekommen, ihre Kooperation einvernehmlich zu beenden, teilte die Firma in einer Ad-hoc-Mitteilung mit. Eine nähere Begründung gab es nicht. Die frühere Firmenchefin war erst im Mai 2003 in ihr Unternehmen zurückgekehrt. Es war 1999 mehrheitlich von der italienischen Prada-Gruppe übernommen worden war, damals schied Sander zum ersten Mal aus.
Die Rückkehr von Sander und ihre Handschrift bei den Kollektionen hatten sich zur Jahresmitte bereits positiv auf den Umsatz ausgewirkt. Die Konzernerlöse stiegen im erste Halbjahr verglichen mit der Vorjahresperiode um 4,0 Prozent auf 65,4 Millionen Euro.
Kopflose Modefirma: Jil Sander trennt sich von Jil Sander
Neben der besseren Weltwirtschaftslage war der Zuwachs auch mit der Stärke der Frühjahr/Sommer-Kollektion begründet worden, die von den Kunden sehr gut aufgenommen worden sei. Allerdings wurden weiter rote Zahlen geschrieben - mit einem Fehlbetrag von 17 Millionen Euro.
Sander hatte bei noch Anfang 2003 gesagt, sie brauche die Arbeit als Designerin wie der Fisch das Wasser. Ihr Neubeginn bei ihrer alten Firma sei für sie "das wichtigste Ereignis der letzten Jahre gewesen".