Deutsche Bahn: Börsengang soll zwei Milliarden Euro einbringen - DER SPIEGEL
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Deutsche Bahn Börsengang soll zwei Milliarden Euro einbringen

Der geplante Börsengang der Deutschen Bahn könnte dem Bund einen warmen Geldregen bescheren. Bis zu zwei Milliarden Euro erwartet der Konzern-Beirat. Allerdings müsse die Schuldenlast des Staatsunternehmens drastisch verringert werden.
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München - Je nach Rechenmodell sei ein Schuldenabbau von neun oder 12,6 Milliarden Euro notwendig, um private Investoren zu gewinnen, berichtet die "Süddeutsche Zeitung" in ihrer Montagsausgabe. Die Zeitung beruft sich dabei auf ein Papier des Beirats sowie einen der Sachverständigen, den Wissenschaftler Horst Albach.

Dem Bericht zufolge beziffert das Expertengremium die Nettoverschuldung der Bahn inklusiver aller Finanzlasten mit 38,6 Milliarden Euro. Dazu zählten auch Pensionsverpflichtungen, Steuerrückstellungen, Miet- und Leasingverträge sowie die zinslosen Darlehen des Bundes für den Ausbau des Schienennetzes.

Der Konzernvorstand der Bahn weise dagegen lediglich eine Nettoverschuldung von 19,5 Milliarden Euro aus, so die Sachverständigen. Aus dem Gremium verlautete, diese Zahl sei zwar juristisch korrekt, im Kreise der Experten werde aber konservativer gerechnet.

Der eigens für den Börsengang einberufene Bahnbeirat hatte vor einigen Wochen öffentlich erklärt, man empfehle unter bestimmten Annahmen eine teilweise Privatisierung des Staatsunternehmens im Jahr 2006. Dazu gehöre, dass die Bahn dringend neues Eigenkapital brauche. Die Finanzplanung sei "ehrgeizig und mit Risiken" verbunden. Fernzüge und Schienennetz müssten besser ausgelastet werden. Gefordert sei auch die Bundesregierung, hieß es laut der Zeitung weiter in dem internen Beirats-Papier. Sie müsse für die nächsten 20 bis 25 Jahre genügend staatliche Mittel für die Modernisierung der vorhandenen Strecken vertraglich zusichern.