Deutsche Bahn Ein bisschen mehr Schiene
München - Das Unternehmen habe bei der Bundesregierung 29 Projekte angemeldet, die der Bund in seinem nächsten Verkehrswegeplan mit 17 Milliarden Mark finanzieren solle, berichtet die "Süddeutsche Zeitung". Die Bahn bleibe damit weit hinter den Wünschen der Länder zurück, die beim Bund insgesamt 82 Aus- und Neubauvorhaben für die Schiene beantragt hätten.
Laut "SZ" plant die Bahn vor allem einen Ausbau ihrer bestehenden Strecken sowohl für den Regional- und den Fernverkehr wie auch für die Güterzüge. Lediglich an zwei Stellen seien neue ICE-Trassen geplant. Zwischen Mannheim und Frankfurt am Main solle für 2,7 Milliarden Mark eine Lücke im Hochgeschwindigkeitsnetz geschlossen werden. Der ICE könnte dann von Stuttgart über das Rhein-Main-Gebiet bis Köln mit 300 Stundenkilometern fahren. Außerdem solle Frankfurt durch einen Neubauabschnitt zwischen Hanau und Fulda an die ICE-Strecke von Würzburg nach Hannover angeschlossen werden. Die Kosten dieses Vorhabens würden mit 2,8 Milliarden Mark veranschlagt.
Mit den beiden ICE-Trassen könnten die Reisezeiten zwischen mehreren Ballungsräumen deutlich verkürzt werden, darunter auch zwischen Frankfurt und Berlin. Mit 1,4 Milliarden Mark soll laut "SZ" auch der seit längerem geplante Ausbau der Strecke Berlin-Hamburg für den ICE finanziert werden.
Die Bundesregierung wolle erst nach der nächsten Bundestagswahl über den Verkehrswegeplan und damit über die von der Bahn beantragten Projekte entscheiden. Der Verkehrswegeplan solle dann bis zum Jahr 2015 verwirklicht werden, heißt es in dem Bericht.