Deutsche Bahn: Finanzen manipuliert? - DER SPIEGEL
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Deutsche Bahn Finanzen manipuliert?

Albert Schmidt, Aufsichtsratsmitglied der Deutschen Bahn AG, hat schwere Vorwürfe gegen die Unternehmensleitung erhoben: Sie soll jahrelang die Finanzen geschönt haben.
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Hamburg - "Dem Aufsichtsrat wurden falsche Berechnungen vorgelegt. Mein Eindruck ist, dass die Daten jahrelang geschönt wurden", sagte Schmidt der "Bild"-Zeitung unter Hinweis auf jetzt erst bekannt gewordene Milliardenverluste. Laut einem internen Papier, das am Mittwoch im Kabinett beraten werden soll, wird die Bahn bis 2005 weit höhere Verluste einfahren als bisher angenommen.

Bundestagsabgeordnete von SPD und FDP forderten daraufhin eine Überprüfung des Falls. Der "Bild"-Zeitung sagte der FDP-Bundestagsabgeordnete und ehemalige Wirtschaftsminister Günter Rexrodt: "Der Vorgang muss umgehend parlamentarisch durchleuchtet werden." Auch der SPD-Verkehrsexperte Hans-Günter Bruckmann fordert eine Aufklärung der Vorgänge. Bruckmann: "Sollte sich herausstellen, dass die Bilanzen der Bahn gefälscht wurden, muss das strafrechtliche Konsequenzen haben."

Unterdessen kündigte der SPD-Haushaltsexperte Gerhard Rübenkönig in der "Bild"-Zeitung eine Sperrung bereits zugesagter Milliarden aus dem UMTS-Verkauf an. Rübenkönig: "Solange Bahn-Chef Mehdorn nicht klar sagt, was er plant, bleiben die zwei Milliarden Mark gesperrt."