Deutsche Bahn Frachttochter im Überlebenskampf
Hamburg - In einem internen Papier werden die Risiken von DB Cargo als "existenzbedrohend" eingestuft, berichtet die "Financial Times Deutschland".
Wichtigste Probleme seien hohe Kosten durch die Ökosteuer und auslaufende staatliche Zuschüsse für Personalaltlasten. Zudem mache Bahnchef Mehdorn die "Qualität der Produktion", wie unpünktliche Züge oder Mängel beim Service zu schaffen.
Auch die rund 100 deutschen Güterbahnhöfe seien Sorgenkinder der Bahn. Ihre Technik sei hoffnungslos veraltet. Allein die Modernisierung der 18 wichtigsten Güterbahnhöfe schlage nach Informationen der Zeitung mit rund 800 Millionen Mark zu Buche. Genehmigt seien bisher aber nur gut 220 Millionen Mark.
Mehdorn plane, bis zu 30 Prozent der Arbeitsplätze bei der Gütertransporttochter zu streichen. Die Zielvorstellung für 2004 liege bei etwa 28.300 Mitarbeitern. Das seien 12.700 weniger als heute. DB Cargo habe im vergangenen Geschäftsjahr einen Verlust von elf Millionen Euro erwirtschaftet.