Deutsche Bahn Gewinneinbruch im Nahverkehr
München - Die Bahn erwartet einen Gewinneinbruch im Nahverkehr. Das Ergebnis werde in etwa ausgeglichen sein, bestätigte eine Bahn-Sprecherin. Für die Ertragsprobleme sei vor allem die zögerliche Auslieferung neuer Züge durch die Industrie verantwortlich. Auch die drastisch höheren Ölpreise hätten die Gewinne geschmälert.
Im Nahverkehr sieht sich die Deutsche Bahn mit ihrer Sparte DB Regio außerdem einem zunehmenden Wettbewerb ausgesetzt. Um ihre Ertrags- und Wettbewerbskraft zu steigern, müsse die Bahn die Kosten beim Personal senken und Strecken ausgliedern. Bahnvorstand Christoph Franz sieht dringenden Bedarf für modernere Nahverkehrszüge. Sie sind zurzeit durchschnittlich 21,5 Jahre alt.
"Im Zusammenhang mit der neuen Planung müssen noch einige Milliarden in die Hand genommen werden", erklärte Franz. Das Geld ist nach den Worten einer Bahn-Sprecherin bereits in den geltenden Bundesbahn-Investitionsplanungen enthalten. Zudem will das Unternehmen durch Verkehrsverträge mit mindestens zehnjähriger Vertragsdauer mehr Planungssicherheit schaffen.