Deutsche Bahn: Mehdorn rechnet nur mit schwarzer Null - DER SPIEGEL
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Deutsche Bahn Mehdorn rechnet nur mit schwarzer Null

Die Deutsche Bahn konnte 1999 ihren schmalen Gewinn von 1998 offenbar nicht halten. Bahn-Chef Hartmut Mehdorn will deshalb den Gürtel künftig noch enger schnallen. Angedacht sind unter anderem Arbeitszeitmodelle nach VW-Vorbild.
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Berlin - "Wir können bestenfalls mit einer schwarzen Null rechnen", sagte Mehdorn zu dem erwarteten Konzernergebnis 1999. Die genauen Zahlen stünden noch nicht fest. Experten rechnen mit einem Umsatz von rund 30 Milliarden Mark. Im Vorjahr hatte das Unternehmen noch einen Gewinn von 334 Millionen Mark erzielt.

Der neue Bahn-Chef will die Effizienz des Unternehmens nun jährlich um fünf Prozent steigern, damit zwischen 2003 und 2005 der Börsengang folgen könne. Sonst drohe das Unternehmen zum "defizitären Kostgänger des Staates" zu werden.

Mit den Gewerkschaften habe er bereits einen Dialog über einen Maßnahmenkatalog begonnen, zu dem auch Themen wie eine Nullrunde bei den Tarifverhandlungen oder Arbeitszeitmodelle wie bei VW gehörten, sagte Mehdorn. Ohne solche Maßnahmen müssten bis zum Ende der Bahnreform in rund fünf Jahren jährlich weitere 12.000 bis 16.000 Mitarbeiter eingespart werden.

"Marscherleichterung" könne er sich auch durch Abbau der "überproportionalen Steuerlast" durch die öffentliche Hand vorstellen. Die Deutsche Bahn AG zahle als einzige große europäische Bahn den vollen Mineralölsteuersatz. Auch über den Mehrwertsteuersatz der Bahn müsse geredet werden, so Mehdorn.