Deutsche Bahn: Mehdorn verfehlt sein Umsatzziel - DER SPIEGEL
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Deutsche Bahn Mehdorn verfehlt sein Umsatzziel

Die Deutsche Bahn kann ihre eigenen Prognosen Unternehmenskreisen zufolge erneut nicht einhalten. Im Personenfernverkehr brachen wegen der missglückten Tarifreform von Bahnchef Hartmut Mehdorn offenbar die Erlöse weg.
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Berlin - In den ersten sechs Monaten des Jahres blieb Europas größter Verkehrskonzern in seiner Problemsparte nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur erneut weit unter Plan. Der Umsatz habe im Personenfernverkehr bis Ende Juni mit 1,57 Milliarden Euro rund 400 Millionen Euro unter Plan und etwa 240 Millionen Euro unter dem entsprechenden Vorjahreszeitraum gelegen, berichtet die Agentur unter Verweis auf Unternehmenskreise.

Der Umsatz des gesamten Konzerns stieg den Kreisen zufolge in der ersten Jahreshälfte leicht auf 7,76 Milliarden Euro. Im Vorjahreszeitraum waren es 7,69 Milliarden Euro. Nach Planzahlen hätte der Umsatz eigentlich auf acht Milliarden Euro steigen sollen. Offiziell will die Bahn ihre Halbjahreszahlen noch am Donnerstag bekannt geben.

Der wegen der als Desaster geltenden Tarifreform unter Druck geratene Vorstandschef Hartmut Mehdorn hatte jüngst erklärt, die Bahn werde ihre Planungen beim Betriebsergebnis für 2003 ziemlich genau einhalten. Grund seien unter anderem erwartete Zuwächse im zweiten Halbjahr. Nach der harschen Kritik vieler Kunden am Preissystem im Personenverkehr will die Bahn mit einer neuerlichen Reform in der zweiten Jahreshälfte diesen Bereich wieder auf Kurs bringen.