Deutsche Bahn: Mehdorn will Ticketpreise erhöhen - DER SPIEGEL
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Deutsche Bahn Mehdorn will Ticketpreise erhöhen

Höhere Stahlpreise, gestiegene Energiekosten, Lokführerstreit - die Bahn will laut einem Bericht der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" die Ticketpreise um 2,9 Prozent erhöhen. Das Unternehmen nahm dazu bisher keine Stellung.
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Frankfurt am Main - Die Preiserhöhung werde zum Jahreswechsel für Fahrten im Fern- und Nahverkehr wirksam, schreibt die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" unter Berufung auf Unternehmenskreise. Die Bahn ließ den Bericht am Montagabend unkommentiert. Unterdessen übermittelte Bundesverkehrsminister Wolfgang Tiefensee die Grundlagen für die Teilprivatisierung des Staatsunternehmens dem Bundestags-Verkehrsausschuss und seinen Länderkollegen.

Unternehmenschef Hartmut Mehdorn hatte bei der Vorstellung der Zwischenbilanz im August gesagt, dass es noch keinen konkreten Plan für eine Fahrpreiserhöhung gebe. Zugleich schloss er damals Erhöhungen nicht aus. Als Gründe nannte er die hohen Energiepreise und den Tarifabschluss mit den Gewerkschaften Transnet und GDBA. Hinzu kommt der Streit mit der Lokführergewerkschaft GDL, die für ihre Mitglieder einen eigenen Tarifvertrag erzwingen will. Nach Ablauf der Friedenspflicht könnte die Gewerkschaft im Oktober erneut streiken und den deutschen Bahnverkehr ins Chaos stürzen.

Bereits zu Jahresbeginn war das Bahnfahren in Deutschland deutlich teurer geworden: Die Preise für Fahrkarten im Fernverkehr stiegen am 1. Januar um durchschnittlich 5,6 Prozent, im Nahverkehr um 3,9 Prozent. Der Staatskonzern begründete dies damals mit gestiegenen Energiepreisen sowie der Erhöhung der Mehrwertsteuer von 16 auf 19 Prozent. Fahrgastverbände und Bundesländer äußerten sich kritisch.

Am Dienstag kommt in der Hauptstadt eine Sonderkonferenz der Länderminister mit Verkehrsminister Tiefensee zusammen, um über die Einwände der Länder zu dem vorliegenden Gesetzentwurf zur Teilprivatisierung der Bahn zu beraten. Die Länder haben erhebliche Bedenken geltend gemacht. Sie fürchten, dass die Preise für die Nutzung in die Höhe schnellen könnten und der Regionalverkehr nicht mehr flächendeckend aufrechterhalten werden kann.

reh/AP

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