Deutsche Bahn: Transnet-Chef Hansen als Vorstand im Gespräch - DER SPIEGEL
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Deutsche Bahn Transnet-Chef Hansen als Vorstand im Gespräch

Er gilt als einer der wichtigen Gegenspieler der GDL, nicht wenige werfen ihm einen arbeitgeberfreundlichen Kurs vor. Jetzt steht der Chef der Bahngewerkschaft Transnet, Norbert Hansen, möglicherweise vor einem Karrieresprung: Die SPD will ihn zum Bahnvorstand machen.
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Berlin - Die Entscheidung soll in der kommenden Woche fallen. Der Bahn-Aufsichtsrat, dem Hansen als stellvertretender Vorsitzender angehört, werde am nächsten Donnerstag entscheiden, wie die Vorstände der Dachholding sowie der neuen Verkehrsgesellschaft besetzt werden sollten, berichtet die "Frankfurter Allgemeine Zeitung". Diese Holding soll später zu 24,9 Prozent an die Börse gehen.

Die SPD dringe darauf, den Posten des Personalchefs künftig mit einem Arbeitsdirektor zu besetzen, der nur mit Zustimmung der Gewerkschaften ernannt werden könne, berichtet die Zeitung. Hansen scheint hierfür der geeignete Kandidat: Er hat den Privatisierungskurs gegen den Druck aller anderen Gewerkschaften immer gestützt.

Grund für die Personalie ist die Problematik, dass Doppelbesetzungen der Vorstandsposten bei der Deutschen Bahn und der neuen Verkehrsgesellschaft vermieden werden sollen. Die Bundesregierung habe aber bereits erkennen lassen, dass sie zumindest in der Anfangszeit nach dem Börsengang den Bahn-Chef Hartmut Mehdorn an der Spitze beider Gesellschaften sehen will. Auch Finanzvorstand Diethelm Sack soll beiden Vorständen angehören. Unklar sei allerdings, ob auch Personalvorstand Margret Suckale ein Doppelmandat erhalten soll.

Ein Transnet-Sprecher sagte zu einem möglichen Wechsel Hansens ins Bahn-Management auf Anfrage: "Uns ist dazu nichts bekannt." Von der Bahn war zunächst keine Stellungnahme zu erhalten.

mik/dpa-AFX

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