Deutsche Bank: 90 Prozent lehnen Entlassungspläne ab - DER SPIEGEL
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Deutsche Bank 90 Prozent lehnen Entlassungspläne ab

Mit einhelliger Ablehnung haben Politiker, Verbandsfunktionäre und Gewerkschaftsführer auf die Ankündigung der Deutschen Bank reagiert, trotz eines Milliardengewinns Stellen abzubauen. Eine Umfrage belegt jetzt: Sie befinden sich damit im Einklang mit weiten Teilen der Bevölkerung.
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Hamburg - Nach einer am Mittwoch veröffentlichten Umfrage des Hamburger Magazins "Stern" haben 90 Prozent der Bundesbürger kein Verständnis für die Entlassungspläne des Bankhauses. Lediglich sieben Prozent könnten die Entscheidung von Deutsche-Bank-Chef Josef Ackermann nachvollziehen. Drei Prozent seien unentschlossen, schreibt das Magazin.

Auch bei der Frage nach den wichtigsten Aufgaben eines Unternehmens sind sich die Bürger laut Umfrage einig. So stimmten 98 Prozent der Befragten der Aussage zu, dass ein Unternehmen Arbeitsplätze sichern müsse. Bei der Schaffung von neuen Jobs sähen 93 Prozent die Arbeitgeber in der Pflicht. 79 Prozent unterstützten die Meinung, ein Unternehmen müsse günstige Produkte anbieten. Dass es möglichst viele Steuern zur Finanzierung des Staates abzuführen habe, sähen 72 Prozent als wichtiges Kriterium an. Lediglich 42 Prozent glaubten, dass das Erzielen von hohen Renditen für die Eigentümer eine wichtige Aufgabe ist.

Dennoch orientiert sich nur eine knappe Mehrheit der Bundesbürger danach, wie viel soziales Engagement ein Unternehmen an den Tag legt. In der Umfrage gaben 51 Prozent an, ihr Konsumverhalten danach zu richten. Für 45 Prozent spielten die sozialen Faktoren keine Rolle, vier Prozent konnten sich nicht festlegen, schreibt das Magazin.