Deutsche Bank: Ackermann bricht Profitrekorde - DER SPIEGEL
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Deutsche Bank Ackermann bricht Profitrekorde

Die Deutsche Bank hat, rein finanziell, ein exzellentes drittes Quartal hingelegt. Der Nettogewinn allein in diesen drei Monaten stieg auf fast eine Milliarde Euro. Auch die Zahl der Stellen wuchs wieder - aber nur außerhalb Deutschlands.
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Frankfurt am Main - "Nach drei hervorragenden Quartalen sind wir optimistisch, einen erfolgreichen Abschluss für das Gesamtjahr 2005 vorzulegen und diese positive Entwicklung im Jahr 2006 fortzuführen", erklärte Konzernchef Josef Ackermann am Morgen in Frankfurt am Main.

Zuvor hatte die Bank gemeldet, dass sie im dritten Quartal 2005 ein Rekordergebnis erzielt hatte. Von Juli bis September sei unter dem Strich ein Gewinn von 991 Millionen Euro angefallen. Im Vorjahreszeitraum waren es noch 680 Millionen Euro. Der Profitschub fiel damit weit stärker aus, als von Analysten erwartet.

Das Vorsteuerergebnis erhöhte sich mit 1,88 Milliarden Euro sogar noch stärker. Positiv wirkte sich hierbei der Verkauf von DaimlerChrysler-Aktien aus, der für einen Sondererlös von 337 Millionen Euro sorgte.

Bereinigt um die Kosten aus dem Konzernumbau und den Aktienverkauf lag die Eigenkapitalrendite vor Steuern im Quartal bei 26 Prozent. Ackermann hat für das Gesamtjahr als Ziel 25 Prozent ausgegeben, in den ersten neun Monaten waren es 28 Prozent. Am Morgen sagte er, dieses ehrgeizige Ziel sei nun so gut wie erreicht.

Aktie mit Kursplus

"Die Zahlen sind sehr gut", sagte Sal. Oppenheim-Analyst Metehan Sen. "Die haben ihr Geschäft im Griff." Insbesondere im Handel habe die Deutsche Bank ein Spitzenergebnis erzielt. Am Vormittag war die Deutsche-Bank-Aktie denn auch der Spitzenreiter im Dax 30. Das Papier legte um 0,66 Prozent auf 76,35 Euro zu.

Die Deutsche Bank profitierte im Quartal - wie die US-Konkurrenten Goldman Sachs, Merrill Lynch oder Morgan Stanley - von einem positiven Marktumfeld. Dabei konnte sie einmal mehr insbesondere im Geschäft mit Firmenkunden sowie im Investmentbanking (CIB) deutliche Zuwächse erzielen.

Die Sparte CIB konnte den Gewinn vor Steuern mit 1,3 (Vorjahr: 0,6) Milliarden Euro mehr als verdoppeln und sorgte damit für fast 70 Prozent des Konzernergebnisses. Die zweite Säule des Konzerns, das Privatkunden- und Vermögensverwaltungsgeschäft (PCAM), steigerte das Ergebnis immerhin um 13 Prozent auf 410 Millionen Euro.

"Smarter" Job-Export?

Zugleich schlugen Restrukturierungskosten aus dem Personalabbau von 156 Millionen Euro zu Buche. Im Rahmen ihres Stellenabbaus hat die Bank im dritten Quartal mit 1000 Mitarbeitern Vereinbarungen über die Auflösung des Arbeitsverhältnisses getroffen. Damit sei bis Ende September mit 4600 Mitarbeitern eine Einigung über das Ende ihres Arbeitsvertrags erzielt worden, so eine im Internet veröffentlichte Präsentation des Instituts. Die Deutsche Bank will weltweit insgesamt 6400 Stellen streichen - 5500 davon im laufenden Jahr.

Die tatsächliche Stellenzahl stieg im dritten Quartal von 63.652 Ende Juni auf 63.751. Die Deutsche Bank baut derzeit parallel zu den Stellenstreichungen vor allem in Deutschland, Großbritannien und den Vereinigten Staaten die Mitarbeiterzahl in Billiglohnländern auf. Insgesamt sollen mit dem Begriff "Smart Sourcing" umschriebenen Programm 1200 neue Stellen geschaffen werden, so dass sich der angekündigte Stellenabbau auf netto 5200 reduziert.

In Deutschland sank die Mitarbeiterzahl zwischen Juli und September um 29 auf 26.741. Seit der Ankündigung des Stellenabbaus fielen damit hierzulande knapp 300 Stellen weg. Die Deutsche Bank will in Deutschland brutto 2300 Stellen streichen und rund 380 Mitarbeiter vor allem im Vertrieb neu einstellen, so dass die Mitarbeiterzahl netto um 1920 sinken soll.

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