Deutsche Bank Ackermann feiert historisches Quartal
Frankfurt am Main - "Dies war das erfolgreichste Quartal in der Geschichte der Deutschen Bank", erklärte Vorstandschef Josef Ackermann am Morgen. Als Grund für das gute Abschneiden nannte er freundliche Kapitalmärkte, zahlreiche Übernahmen insbesondere in Europa sowie eine hohe Nachfrage nach Vermögensanlageprodukten. "Wir profitierten in vollem Umfang von unserer starken Marktstellung", fügte der Banker hinzu.
Die Zahlen im Einzelnen: Die Deutsche Bank hat im Auftaktquartal 2006 die Umsätze um 21 Prozent gesteigert - die Zuwächse betreffen praktisch alle Unternehmensbereiche. Der Gesamtumsatz belief sich so auf 8,0 Milliarden Euro. Der Überschuss sei um 55 Prozent auf 1,7 Milliarden Euro geklettert - Analysten hatten einen Wert bei knapp 1,6 Milliarden Euro erwartet. Vor Steuern sei der Gewinn um 46 Prozent auf 2,6 Milliarden Euro gestiegen.
Mit 5,7 Milliarden Euro entfielen gut 71 Prozent der Umsätze auf den Bereich Firmenkunden- und Kapitalmarktgeschäft (CIB), der das bereinigte Vorsteuerergebnis um ein Drittel auf 2,1 Milliarden Euro steigerte. Die Sparte Vermögensverwaltung und Privatkunden (PCAM) steigerte den bereinigten Vorsteuergewinn um 37 Prozent auf 558 Millionen Euro. Die Umsätze legten hier um 14 Prozent auf 2,3 Milliarden Euro zu.
Mitarbeiterzahl steigt um ein Prozent
Die Eigenkapitalrendite vor Sondereffekten und Steuern habe 40 (Vorjahr: 33) Prozent betragen, hieß es. Ackermann hatte in Aussicht gestellt, nachhaltig eine Eigenkapitalrendite vor Steuern von 25 Prozent sowie eine zweistellige Zuwachsrate beim Ergebnis je Aktie zu erzielen. Einen Geschäftsausblick gab der Vorstand nicht und äußerte sich zunächst auch nicht zu den bisherigen Prognosen.
Weltweit hat die Bank ihre Mitarbeiterzahl im ersten Quartal um rund ein Prozent erhöht. Die Personalstärke nach Vollzeitstellen sei zwischen Januar und März um 676 auf 64.103 gestiegen, hieß es aus Frankfurt. "Wesentliche Ursache waren Geschäftsausweitungen insbesondere in Europa und wichtigen Schwellenländern".
In Deutschland seien im ersten Quartal wieder 215 neue Mitarbeiter eingestellt worden. Im Februar hatte die Bank angekündigt in Deutschland im laufenden Jahr 500 neue Arbeitsplätze in kundennahen Bereichen zu schaffen.
Wegen des im Dezember 2004 angekündigten Abbaus von 1920 Stellen netto im Inland, für den die Deutsche Bank heftig kritisiert wurde, sank die Zahl der Mitarbeiter in Deutschland gegenüber Ende 2005 aber um 89 auf 26.247. Seit der Ankündigung fiel die Mitarbeiterzahl damit um knapp 800.
itz/Reuters/dpa-AFX