Deutsche Bank: Ackermann will Tausende Jobs auslagern - DER SPIEGEL
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Deutsche Bank Ackermann will Tausende Jobs auslagern

Deutsche Bank-Chef Josef Ackermann macht offenbar ernst mit seinem Sparkurs. Künftig sollen die eigenen Mitarbeiter nur noch Bankgeschäfte machen, den Rest - speziell die Informationstechnologie - sollen andere erledigen.
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Berlin - Außer dem Rechenzentrum und dem Datenfestnetz sollen auch Prozesse und Abläufe an externe Dienstleister vergeben werden, berichtet die Tageszeitung "Die Welt" unter Berufung auf Bankenkreise. Betroffen von der Outsourcing-Offensive des neuen Konzernchefs Josef Ackermann seien allen voran mehrere tausend Mitarbeiter in der Informationstechnologie und der Unternehmenseinheit DB Services, in die das Geldinstitut bankweite Dienstleistungen wie das Personalwesen und den zentralen Einkauf gebündelt hat, schreibt die Zeitung.

Es sei denkbar, dass künftig die gesamte Infrastruktur wie Call-Center und Filialen von externen Dienstleistern betreut werde, während die Deutsche Bank nur noch die Mitarbeiter im Vertrieb stelle. Zudem plant die Bank laut "Welt", strategische Partnerschaften im Bereich der Software-Entwicklung auszubauen, ohne die Projektentwicklung und das Projektmanagement abzugeben. Bislang würden 80 Prozent der Programmierarbeiten von Bankmitarbeitern ausgeführt. In Zukunft solle dieser Anteil auf 60 Prozent fallen. Bis Ende dieses Jahres solle entschieden sein, welcher Anbieter den Zuschlag bekommt.

Die Bank erwäge zudem, in der Gehaltsabrechnung, in der etwas mehr als 700 Mitarbeiter tätig sind, teilweise externe Dienstleister zu engagieren. Auch das Gebäudemanagement steht zur Disposition. Es laufe bereits eine Ausschreibung mit dem Ziel, die so genannten "Corporate Real Estate Services" mit rund 800 Mitarbeitern abzugeben.

Die Outsourcing-Offensive sei Teil des Kostensenkungsprogramm, das der neue Konzernchef Josef Ackermann der Bank Anfang des Jahres verschrieben hat, hieß es. Der Vorstandssprecher wolle die zinsunabhängigen Kosten von 22,8 Milliarden Euro im abgelaufenen Geschäftsjahr um zwei Milliarden Euro im nächsten Jahr verringern. Die Zahl der Vollzeitstellen solle von knapp 85.000 (Ende März) durch Stellenabbau und Auslagerung auf unter 75.000 fallen.