Deutsche Bank: Ackermann will Verzicht üben - DER SPIEGEL
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Deutsche Bank Ackermann will Verzicht üben

Deutsche-Bank-Chef Josef Ackermann hat seinen umstrittenen Plan verteidigt, trotz eines Milliardengewinns weiter Stellen abzubauen. "Vielleicht bin ich ein zu ehrlicher Mensch", sagte er dem SPIEGEL. Dafür habe er auf Geld verzichtet, das ihm eigentlich zugestanden hätte.
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Hamburg - "Wir hätten natürlich nur einen schönen Gewinn vorzeigen können, und ohne die Kosten des Stellenabbaus wäre der noch schöner gewesen, und alle hätten applaudiert." Sie hätten jedoch darauf hinweisen wollen, "dass es so nicht weitergeht und dass wir besser werden müssen, um mit den erfolgreichsten ausländischen Konkurrenten mithalten zu können". Zur Kritik von Bundeskanzler Gerhard Schröder, der mehr soziale Verantwortung angemahnt hatte, sagte Ackermann: "Um sozial zu sein, muss man wettbewerbsfähig sein. Und das deutsche Bankensystem ist, trotz einiger Maßnahmen, die in die richtige Richtung gehen, im internationalen Vergleich noch nicht wettbewerbsfähig genug."

Im Gehaltsgefüge der Deutschen Bank ist Ackermann, im Jahr 2003 mit 11,1 Millionen Euro der bestverdienende Manager Deutschlands, nach eigenen Angaben "die Nummer 14". "Wenn Sie einen Mittelstürmer haben, der viele Tore schießt, dann ist er mehr wert als der Trainer", sagte er. Im Übrigen habe er "in diesem und im letzten Jahr auf Geld verzichtet, das mir vertraglich zugestanden hätte". Ackermann: "So unsensibel sind wir nicht."