Deutsche Bank Ackermanns Streichkonzert
Frankfurt - Gemeinsam mit der bereits angekündigten Streichung von 9200 Stellen beläuft sich der Abbau nun auf rund 13.000 Arbeitsplätze. Damit fällt fast jede siebte Stelle im Finanzkonzern dem eingeleiteten Sparprogramm zum Opfer. Ende 2001 arbeiteten weltweit knapp 95.000 Menschen bei der Deutschen Bank. Der neuen Kürzungswelle fallen knapp 2000 Stellen in den Sparten Firmenkunden und Investmentbanking (CIB) sowie rund 1800 Stellen im Privatkundengeschäft (PCAM) zum Opfer, hieß es in einer Mitteilung des Unternehmens.
Folgende CIB-Bereiche sind von der Maßnahme betroffen: Kundenbetreuung, Ausführung von Kundenaufträgen und Relationship Management-Prozesse, Depotgeschäft, Handelsfinanzierungen und sonstige Transaction-Banking-Aktivitäten sowie die entsprechenden Supportfunktionen für Technologie, Abwicklung und Immobilien. Um die weiteren Stellenstreichungen im Bereich PCAM möglich zu machen, sollen die Geschäfte mit Privat- und Geschäftskunden stärker gebündelt werden.
USA und Großbritannien sollen von den Stellenstreichungen laut Deutsche-Bank-Führung am stärksten betroffen sein: In Nord- und Südamerika werden nach Unternehmensplänen 1025 Stellen gestrichen, 315 in Großbritannien, 320 in Kontinentaleuropa und 310 im asiatisch-pazifischen Raum.
Diese Maßnahmen müssen laut Deutscher Bank noch mit den zuständigen Betriebsräten ausgehandelt werden. Insgesamt veranschlagt der Vorstand für das neue Sparpaket Kosten in Höhe von 265 Millionen Euro.
Nach Angaben der Bank sind von den insgesamt 13.000 angekündigten Stellenstreichungen bereits 5500 umgesetzt worden. Der gesamte Plan solle innerhalb von zwölf Monaten umgesetzt sein.