Deutsche Bank Breuer greift DaimlerChrysler an
Frankfurt am Main - Ein Ausstieg aus DaimlerChrysler könne nur die Folge von Gesprächen mit dem Management des Automobilkonzerns sein, sagte Breuer auf der Halbjahrespressekonferenz. Prinzipiell strebt die Deutsche Bank laut Breuer bei einer Reduzierung ihrer Industriebeteiligungen die Übertragung der Pakete an konstruktive Investoren an. Zum gegenwärtigen Zeitpunkt sei ein Verkauf des Anteils an DaimlerChrysler aus Kursaspekten kaum sinnvoll, so der Deutsche-Bank-Chef. Die Beteiligung von 11,9 Prozent am deutsch-amerikanischen Autokonzern ist derzeit das größte Aktienpaket der Deutschen Bank.
Einen steuerfreien Gewinn von mehr als zwei Milliarden Euro erreichte das Geldinstitut allein durch den Abbau ihrer Allianz-Beteiligung um 2,9 Prozentpunkte auf 4,1 Prozent Anfang Juni. Breuer schloss nicht aus, dass die Bank auch diesen Anteil noch weiter verkleinern werde.