Deutsche Bank: Breuer räumt Fehler ein - DER SPIEGEL
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Deutsche Bank Breuer räumt Fehler ein

Auf der Hauptversammlung der Deutschen Bank übte deren Chef Rolf E. Breuer Selbstkritik. Bei der geplatzten Fusion mit der Dresdner Bank seien ihm Fehleinschätzungen unterlaufen. Einige Aktionäre wollen dem Vorstand wegen des Fusionsdebakels die Entlastung verweigern.
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Frankfurt am Main - Breuer sagte, man habe bei der gescheiterten Fusion unter anderem die Bereitschaft aller Beteiligten falsch eingeschätzt, unter "teilweiser Aufgabe der eigenen Identität eine neue Bank zu schaffen". Dies gelte auch für die "notwendige eindeutige Rollenverteilung trotz partnerschaftlicher Zusammenarbeit," sagte er. Man hätte klarer herausstellen müssen, dass der Deutschen Bank bei einer Fusion die dominante Stellung zugekommen wäre.

Zugleich verteidigte Breuer die Forderung der Deutschen Bank, die Dresdner-Bank-Tochter Kleinwort Benson zu verkaufen, die letztlich den Fusionspartner zum Abbruch der Verhandlungen veranlasst hatte. Eine Kombination von verschiedenen Investment-Teams der beiden Banken hätte zur Demotivierung vieler Mitarbeiter geführt, sagte Breuer.

Der Dachverband der Kritischen Aktionärinnen und Aktionäre beantragte dagegen, Vorstand und Aufsichtsrat die Entlastung zu verweigern. Bei der Fusion der Bankhäuser sei die Vernichtung von mehr als 16.000 Arbeitsplätzen geplant gewesen. "Dieses zutiefst unsoziale Vorhaben wird durch sein Scheitern nicht besser. Es spricht vielmehr für ein fehlendes Verantwortungsbewusstsein gegenüber der Belegschaft", begründeten die Aktionärsvertreter ihren Antrag.

Nach Angaben Breuers verzeichnete die Deutsche Bank nach einem hervorragenden ersten Quartal einen erfolgreichen April. In den ersten drei Monaten 2000 hatte das Kreditinstitut ein Rekordergebnis vorgelegt. Der Gewinn vor Steuern war um 76 Prozent auf rund 3,2 Milliarden Mark gestiegen.