Deutsche Bank Breuer wehrt sich gegen Ablösegerüchte
Frankfurt am Main - Es gebe keinen solchen Druck auf Breuer, stellte ein Sprecher der Deutschen Bank auf Anfrage klar. Breuer werde wie nach dem ursprünglichen Zeitplan vorgesehen sein Amt mit der kommenden ordentlichen Hautversammlung im Mai 2002 an seinen designierten Nachfolger Josef Ackermann übergeben. Auch dem beabsichtigten Wechsel Breuers an die Spitze des Aufsichtsrat zu diesem Zeitpunkt stehe nichts im Wege, fügte der Sprecher hinzu.
Zuvor hatte die "Financial Times Deutschland" von Kritik an Breuer berichtet. Dem Blatt zufolge sollen bei dem so genannten G-40-Treffen nahe Frankfurt der Kursverlauf der Deutschen-Bank-Aktie sowie die Profitabilität der von Breuer verantworteten Bereiche Vermögensberatung und Privatkundengeschäft bemängelt worden sein. Die englische Ausgabe der Zeitung hatte auf ihrer Website dann von zunehmendem Druck auf Breuer berichtet.
Einige Banker hätten der Zeitung zufolge sogar bezweifelt, dass Breuer wie geplant den Chefsessel im Aufsichtsrat übernehmen wird. Breuer würde nicht mehr zugetraut, der Bank in dem schwierigen Marktumfeld eine klare Strategie zu verordnen.