Deutsche Bank: Breuers Rückzug war nicht freiwillig - DER SPIEGEL
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Deutsche Bank Breuers Rückzug war nicht freiwillig

Als selbstlose Eigenentscheidung stellt die offizielle Erklärung der Deutschen Bank den Rücktritt ihres Aufsichtsratschef Breuer dar. Einer Zeitung zufolge ist der aber von seinen Kollegen massiv zum Rückzug gedrängt worden.
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Hamburg - Auslöser für den Druck auf Breuer sei eine juristische Expertise gewesen, die der Aufsichtsrat zu möglichen Auswirkungen und Haftungsrisiken des Falles Kirch in Auftrag gegeben hatte. Das berichtet das "manager magazin". Die Aufseher hätten notfalls auch als Organ gegen Breuer vorgehen können. Stattdessen hätten die Räte ihren Vorsitzenden jedoch zum Rücktritt bewegt.

Der Medienmogul Kirch hatte das Geldinstitut und Breuer verklagt, weil Breuer in einem Interview die Kreditwürdigkeit Kirchs in Frage gestellt hatte und so nach Auffassung des Unternehmers für den Untergang des Medien-Imperiums verantwortlich war. Der Bundesgerichtshof hatte Kirch in Teilen Recht gegeben. Seine Anwälte drohten der Deutschen Bank dem Magazin zufolge danach an, möglicherweise neben Breuer auch die übrigen Aufsichtsratsmitglieder zur Verantwortung ziehen zu wollen.

Die Deutsche Bank verwies auf Anfrage von SPIEGEL ONLINE lediglich auf die Pressemeldung, die unmittelbar nach Bekanntwerden der Personalie verbreitet worden war. Demnach verzichtete Breuer freiwillig auf sein Amt, um möglichen Schaden für die Bank aufgrund der Debatte um seine Person abzuwenden. Zum 3. Mai will Breuer seinen Posten niederlegen, Nachfolger soll der derzeitige Finanzvorstand der Bank, Clemens Börsig, werden.

ase